Zu einem folgenschweren Unfall kam es am Donnerstagnachmittag auf der A66 zwischen Gelnhausen-Ost und Bad Orb/Wächtersbach. Auf der Höhe des Stadtteils Höchst fuhr ein BMW-Fahrer mit seinem Pkw von hinten auf einen Bus auf und knallte anschließend in die Leitplanke. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. (Aktualisierter Bericht)
Ein Schwerverletzter, mehrere Leichtverletzte und ein Schaden von über 70.000 Euro sind die bisherige Bilanz des Verkehrsunfalls. Der BMW-Fahrer fuhr kurz nach 15 Uhr zwischen den Anschlussstellen Gelnhausen-Ost und Wächtersbach in Richtung Fulda, als er verkehrsbedingt vom linken auf den rechten Fahrstreifen wechselte. Auf der rechten Spur war ein Reisebus mit 41 Insassen, hauptsächlich Schulkindern, unterwegs. Die Schulklassen von der Wernher-von-Braun-Schule in Neuhof waren auf der Rückfahrt von einem Tagesausflug nach Frankfurt.
Aus bislang unklaren Gründen fuhr der 53-Jährige mit dem BMW auf den Reisebus auf. Der 3er geriet daraufhin ins Schleudern und kam auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Der Fahrer aus Bad Orb wurde schwer verletzt geborgen und in ein Krankenhaus gebracht. Im beteiligten Bus wurden nach derzeitigem Erkenntnisstand 13 Fahrgäste leicht verletzt. Diese wurden in die Kliniken in Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern gebracht. Umherfliegende Fahrzeugtrümmer beschädigten zudem noch einen auf der Gegenfahrbahn fahrenden VW Passat. Die Autobahn war während der Bergungsarbeiten in Richtung Fulda voll gesperrt.
In der Folge ereignete sich ein weiterer Unfall, bei dem zwei Personen leicht verletzt wurden. Eine Honda-Fahrerin hatte in Höhe vom Parkplatz Kinzigtal im Kurvenbereich offenbar die Verkehrssituation auf der rechten Spur zu spät erkannt und wich nach links aus. Dabei touchierte sie einen dort fahrenden Ford, der daraufhin ins Schleudern geriet und an der Mittelleitplanke, entgegengesetzt der Fahrtrichtung zum Stehen kam. Die 86-jährige Hondafahrerin und der 46-jährige Fahrer aus dem Mondeo wurden verletzt und in Kliniken gebracht. Der Verkehr staute sich während der gesamten Bergungsarbeiten auf rund zehn Kilometer.
Im Einsatz waren 46 Feuerwehrleute aus Hailer, Meerholz, Mitte und Roth, ein Einsatzleitwagen, vier Löschfahrzeuge, ein Rüstwagen, drei Mannschaftstransportwagen, das DRK mit fünf Rettungstransportwagen, ein Intensivtransportwagen sowie zahlreiche Sanitäter. Die Schulkinder wurden zunächst auf der gesperrten Autobahn betreut und dann von einem Ersatz-Bus abgeholt.