Bad Orb / Flörsbachtal: Drei Wildunfälle in einer Nacht

Blaulicht
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Drei Wildunfälle haben Beamte der Polizeistation in Bad Orb im letzten Nachtdienst auf den Straßen ihres Zuständigkeitsgebiet aufgenommen. In allen drei Fällen blieben die Fahrzeuginsassen unverletzt; die angefahrenen Tiere verendeten allesamt. Gegen 23.20 Uhr war ein 54-Jähriger in seinem VW Passat auf der Bundesstraße 276 in der Gemarkung Flörsbachtal in Richtung Bieber unterwegs, als ein Reh die Fahrbahn kreuzte. Es kam zum Zusammenstoß, wobei der VW-Lenker unverletzt blieb.



Auf der Kreisstraße 920 in Richtung Lohrhaupten kam es zur nahezu selben Zeit ebenfalls zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Reh. Am Donnerstagmorgen, gegen 4.30 Uhr, kreuzte ein Rehbock die Kreisstraße 887, auf der ein Mercedes-Fahrer von Bad Orb kommend in Richtung Aufenau unterwegs war. Ein Zusammenstoß konnte nicht mehr verhindert werden; es entstand Sachschaden von rund 2.000 Euro.

Wie verhalte ich mich richtig?

Die drei genannten Unfälle sind Grund genug für die Polizei, einige Tipps zu geben, wie man sich in Sachen Wildwechsel richtig verhalten kann. Bekannte Streckenabschnitte, an denen häufig Wildwechsel stattfindet, sind in der Regel mit Geschwindigkeitsbegrenzungen oder mit dem Verkehrszeichen "Wildwechsel" ausgeschildert. Die Polizei führt in diesen Bereichen auch immer wieder Verkehrskontrollen sowie Geschwindigkeitsmessungen durch, da sich Fahrzeugführer oftmals nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. In der wöchentlich vom Polizeipräsidium Südosthessen veröffentlichten Blitzermeldung werden Gefahrenstrecken auch entsprechend erwähnt.

Die Polizei empfiehlt auf den gekennzeichneten Wildwechselstrecken besonders achtsam und vorausschauend zu fahren. Besonders aktiv sind Wildtiere während der Morgen- und Abenddämmerung. Autofahrer sollten daher zu diesen Zeiten besonders aufmerksam fahren und ihr Tempo entsprechend drosseln, insbesondere wenn das Verkehrszeichen Wildwechsel darauf hinweist. Wenn sich Wildtiere im Bereich der Fahrbahn aufhalten oder die Straße plötzlich queren, sollte man auf jeden Fall abbremsen, hupen und das Licht am Fahrzeug abblenden, sofern dies noch möglich ist. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar, sollte das Lenkrad festgehalten und möglichst die Fahrspur gehalten werden. In der Regel sind die Gefahren für den Verkehrsteilnehmer selbst und den Gegenverkehr bei Ausweichmanövern höher als der Zusammenstoß selbst. Sollte es dennoch zu einem Unfall gekommen sein, sichern Sie die Unfallstelle ab und verständigen Sie umgehend die Polizei. Bei einem Unfall informiert die eingesetzte Polizeistreife grundsätzlich den zuständigen Jagdpächter, der sich dann um das verletzte oder gar verendete Wild kümmert.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


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