Heftige Unwetter beschäftigten die Einsatzkräfte in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Insbesondere zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens kam es im gesamten Polizeipräsidium Südosthessen zu 49 unwetterbedingten Polizeieinsätzen. Meist waren umgestürzte Bäume oder unpassierbare Straßen der Grund, aber auch Verkehrsunfälle.
Mit dem Schrecken kam ein 77-jähriger Mercedes-Fahrer aus Mörfelden-Walldorf gegen 0.41 Uhr davon, als ihm auf der B 44 bei Langen in Fahrtrichtung Süden ein Baum auf die Windschutzscheibe krachte. Er blieb unverletzt. Äste desselben Baumes warfen auch einen 19-jährigen Motorradfahrer von seiner Yamaha. Er erlitt leichte Verletzungen. Für die Unfallaufnahme und die Beseitigung der Bäume musste die Bundesstraße in beiden Richtungen für etwa drei Stunden voll gesperrt werden. Der Schaden wurde auf rund 6000 Euro geschätzt. Ähnliches Glück im Unglück hatte ein 59-jähriger Hanauer, dem auf der A 66 in der Kurve zur B 43a am Hanauer Kreuz ein Baum auf die Motorhaube seines VW fiel. Er blieb unverletzt. An der Front entstand ein Schaden von rund 1000 Euro. Bis zur Beseitigung des Baumes durch die Feuerwehr musste die Fahrbahn in diesem Bereich für eine Stunde gesperrt werden.
Gegen 01:00 Uhr streifte die Unwetterzelle mit kräftigen Windböen das Stadtgebiet Hanau. Infolgedessen galt es auch dort mehrere umgestürzte Bäume zu beseitigen. In Großauheim beispielsweise fiel ein größerer Baum auf die Oberleitung, welcher zu brennen anfing. Auf der B43a zwischen Steinheim und Hanau Hauptbahnhof fiel ebenfalls ein größerer Baum in den Abfahrtsbereich, welcher mit Motorsägen beseitigt wurde. Im gesamten Stadtgebiet Hanau wurden stand jetzt, 04:00 Uhr 33 Einsatzstellen durch alle Freiwillige Feuerwehren Hanaus sowie die Berufsfeuerwehr sukzessiv abgearbeitet.