Kriminalstatistik: Gewalt gegen Einsatzkräfte erneut auf Höchststand

Blaulicht

Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sorgen tagtäglich für den Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Gesellschaft kann sich stets darauf verlassen, dass den Menschen in Notsituationen schnell geholfen wird. Allerdings kommt es immer wieder zu Angriffen auf Einsatzkräften. Sie werden bedroht, bespuckt, getreten und geschlagen. Im Jahr 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen 541 Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte registriert.

Dies entspricht einen Anstieg von 2,3 % gegenüber dem Vorjahr (529 Fälle) und stellt einen Höchststand dar. In nahezu allen Fällen konnten Tatverdächtige ermittelt werden. Während die Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamten um zwei Fälle zurückging, stiegen die Angriffe auf Rettungsdienstkräfte um zehn auf insgesamt 18 Fälle. Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden in vier Fällen Opfer von Gewalt.

Die Mehrzahl der für den Polizeialltag typischen Widerstandshandlungen entsteht aus niedrigschwelligen Kontrollsituationen von alkoholisierten Personen bzw. Personengruppen. Das Verhindern von Konflikten und der professionelle Umgang bei sich aufschaukelnden Prozessen ist eine große Herausforderung im alltäglichen Dienst der Beamtinnen und Beamten. Sie werden Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 daher bereits im Rahmen des Polizeistudiums und weiteren Fortbildungen professionell geschult, möglichen Gewaltsituationen deeskalierend entgegenzutreten.

Damit Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte besser vor Angriffen und vor den Folgen von Angriffen geschützt sind, sind sie mit funktionaler Schutzausrüstung, mit Bodycams und seit ein paar Jahren auch mit sogenannten Distanzelektroimpulsgeräten (DEIG) ausgestattet. Das DEIG ermöglicht in bestimmten Situationen ein differenzierteres Vorgehen und reduziert die Gefahren für die Polizei und die betroffene Person. Eine gute Ausbildung an diesem Einsatzmittel ist dabei der entscheidende Faktor, um wirksam zu agieren und zugleich unbeabsichtigte Schäden zu verhindern.

Darüber hinaus hat das hessische Innenministerium ein umfangreiches Respektpaket für Sicherheits- und Rettungskräfte initiiert. Dabei spielt insbesondere der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern eine wichtige Rolle. Ziel ist es, Vertrauen in die Sicherheitsbehörden, die Rettungsorganisationen und in den Rechtsstaat zu stärken sowie gegenseitiges Verständnis zu fördern. Mit dem Format „Cops im Dialog – Polizei und Schulen im Austausch“ richtet sich die Polizei gezielt an Schülerinnen und Schüler. Die Veranstaltungen finden direkt in den Schulen statt und setzen bewusst auf Dialog und offenen Austausch. Auftrag, Rolle und Handlungsgrundlagen der Polizei werden transparent vermittelt, um Verständnis für Herausforderungen und Entscheidungsprozesse im Einsatzalltag zu schaffen. Im Jahr 2025 fanden im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen entsprechende Veranstaltungen in der Edith-Stein-Schule in Offenbach sowie in der Kopernikusschule in Freigericht statt. Ergänzt wird das Angebot durch das Format „Respekt zeigen – Respekt erfahren: Begegnungen mit der Blaulichtfamilie“. Hier präsentieren sich Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste gemeinsam im öffentlichen Raum und laden Passantinnen und Passanten zum Gespräch ein. Am 7. Mai 2025 präsentierte sich die Blaulichtfamilie in Hanau auf dem Freiheitsplatz. Beide Dialogformate werden im Jahr 2026 in Südosthessen fortgeführt.

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