Viele Geduld brauchten alle Verkehrsteilnehmer, die am Donnerstag auf der A66 zwischen Gelnhausen und Schlüchtern in Fahrtrichtung Fulda unterwegs waren. Wegen der Reparatur eines defekten Lkw musste die Fahrbahn auf eine Spur verengt werden, um die Mittagszeit ereignete sich im Einfädelungsbereich dann auch noch ein Verkehrsunfall, so dass der Rückstau in Richtung Gelnhausen auf über zehn Kilometer anwuchs.
Der Lkw war bereits am Mittwoch zwischen den Anschlussstellen Bad Orb und Bad Soden-Salmünster liegengeblieben und wurde zunächst auf dem Standstreifen abgestellt. Da es sich um einen schweren Autokran handelte, wurde am Donnerstag zunächst versucht, den technischen Defekt zu beheben, damit der Lkw selbstständig die Autobahn verlassen kann. Für einen Abschleppvorgang hätte die A66 nämlich längere Zeit komplett gesperrt werden müssen, "das hätte dann noch mehr Chaos ausgelöst", erklärte ein Polizeisprecher diese Vorgehensweise.
Als sich dann um 13 Uhr zirka 600 Meter vor dem abgesperrten Lkw ein Unfall ereignete, ging auf der Autobahn dennoch endgültig nichts mehr. Ein Skoda-Fahrer aus Bad Orb, Jahrgang 1972, bemerkte zu spät, dass eine vor ihm fahrende Gelnhäuserin ihren silbernen Golf verkehrsbedingt abbremsen musste. Der Skoda prallte zunächst auf den Golf und wurde dann nach rechts abgedrängt, wo er einen Lkw touchierte, der von einem Mann aus Künzell gesteuerte wurde. Anschließend landete der Skoda in der Leitplanke. Von hinten rauschte dann auch noch eine Aschaffenburger mit seinem BMW X3 in die Unfallstelle, dessen Beifahrerin dabei leicht verletzt wurde. Alle anderen Unfallbeteiligten trugen keine Blessuren davon, der Sachschaden wird von der Polizei auf 20.000 Euro geschätzt.
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