Dort waren am Freitag und Samstag eine große Anzahl von Münzen, Uhren und Schmuckstücken ausgestellt worden, die vermutlich allesamt aus Einbrüchen stammten. Sichergestellt wurden die Preziosen bereits Anfang Mai durch die Kriminalpolizei in Marburg, die seit Dezember 2011 gegen fünf damals festgenommene mutmaßliche Wohnungseinbrecher ermittelte. Da die Spuren auch in die hiesige Region führten, wurden die Schmückstücke, die zunächst nur in Marburg ausgestellt waren, auch in Offenbach zur Schau gestellt. Im Vorfeld hatten die Beamten rund 900 Haushalte in Stadt und Kreis Offenbach, in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis sowie im angrenzenden bayrischen Raum angeschrieben, die durch Wohnungseinbrüche betroffen waren.
Darüber hinaus wurde in den Medien auf die "Wanderausstellung" der Beuteschmuckstücke hingewiesen, so dass rund 300 Besucher (130 am Freitag und 170 am Samstag) im Polizeipräsidium erschienen. Die Hälfte der Besucher war aufgrund der Anschreiben erschienen, die Mehrzahl der restlichen Besucher reagierten auf die Medieninfos. "Von den 154 erkannten Schmuckstücken konnten wir bereits 63 sofort aufgrund eines eindeutigen Eigentumsnachweises aushändigen", teilte die Kripo mit. "Bei den restlichen 91 Preziosen bedarf es noch einer Überprüfung - aber auch die sollten alsbald wieder in den Händen der Eigentümer landen." Die durch die Ausstellung bislang zugeordneten Tatorte liegen in Schöneck (2), Hasselroth, Erlensee, Freigericht, Niedermittlau und Ronneburg sowie in Offenbach, Neu-Isenburg, Obertshausen und Bad Vilbel. Zudem erlangten die Kriminalbeamten Hinweise, die für die weiteren Ermittlungen, die noch andauern, sehr hilfreich werden.
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