Naja, der „Übeltäter“ wird es anderes sehen. Zumal man auch die Spielregel interpretieren kann. Dann müssen sie eben genauer gefasst werden. Wie im richtigen Leben, wenn etwas nicht funktioniert, müssen unter Umständen die Gesetze geändert werden.

Schon seit Monaten streitet die Ampel-Regierung um Maßnahmen, den Verbraucher zu entlasten. Genauer gesagt geht es um die Preise für Benzin und Diesel. Die sind nach Beginn des Krieges in der Ukraine weit über 2 Euro pro Liter gestiegen. Die Lager waren noch voll, aber die Preise wurden sofort erhöht. Das gilt in Kriegszeiten nicht nur für Priese für Energie, sondern auch für Lebensmittel und für sogenannte Alltagsgüter. Seit es Kriege gibt, läuft da immer der gleiche Film ab. Die, die die Situation ausnutzen, um schnelles Geld zu machen, bedienen sich immer der gleichen Geschichten. Oft werden solche Vorgehensweisen, als die von „Kriegsgewinnlern“ bezeichnet.

Was soll eine Gesellschaft dagegen tun? Gibt es überhaupt Möglichkeiten, solche unmoralischen Handlungen zu unterbinden? Ja, sie gibt es. Doch noch einmal einen Schritt zurück. Bei etlichen unserer Politiker bin ich davon überzeugt, dass sie an Märchen glauben. Was hat die drei von der Ampel eigentlich geritten, als sie verkündeten, sie werden für zunächst drei Monate die steuerliche Belastung auf Sprit senken, damit die Preise nach unten gehen? Ein Milliarden schweres Geschenk an einen Industriezweig, der sich noch nie um unser Gemeinwohl gekümmert hat. Deren Weg durch die Geschichte ist gepflastert mit Leichen und Willkür. Aber, ihr Einfluss ist nach wie vor enorm. Ihre Profite waren ihnen schon immer wichtiger. Und prompt gingen vorher die Preise in die Höhe, um nachher zu verkünden, die Lager seien noch voll mit teurem Sprit. Ich nenne das Raubtierkapitalismus. Hier wird eine Situation schamlos ausgenutzt zum Schaden aller.

Nun, der Kapitalismus ist kein Reparaturbetrieb für staatliches Versagen, das stimmt. In einem demokratischen Staatswesen sollten die ordnungspolitischen Vorgaben von den Parlamenten ausgehen und den Regierungen umgesetzt werden. Und daran mangelt es, bei den Dreien von der Ampel. Im Kollektiv. Nichts Neues also in unserer Republik. Es wird also so weiter gehen. Die Reichtümer der Reichen werden staatlich geschützt und die Kosten werden an die Untertanen verteilt. Ja, wir Untertanen werden wie immer für alles aufkommen. Während sich die Kriegsgewinnler an ihren Milliarden erfreuen und sich Gedanken machen werden, wie sie endlich dieses lästige Gespenst der Demokratie loswerden können. Putin hat ihnen den Weg gezeigt. Der Gedanke, einen solchen wichtigen Industriezweig im Interesse der Allgemeinheit zu verstaatlichen, ist noch niemanden in der Politik gekommen. Schade. Anstatt mit Gesetzesverschärfungen zu drohen, sollte man in Berlin ans Eingemachte gehen. In der Politik scheint es so wie in Märchen zu sein. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Zum Autor

Er sei ein waschechter Neuenhaßlauer, sagt er von sich selbst. Helmut Müller (69) ist in Neuenhaßlau als 4. von 7 Kindern geboren und ein typisches Nachkriegskind dazu. Seine Mutter Hessin und evangelisch, sein Vater Sudetendeutscher und katholisch, aber kein Flüchtling, sondern Kriegsgefangener, der nicht in seine angestammte Heimat zurückkonnte. Er wächst in einem 4 Generationen Haus mit den Eltern, sechs Geschwistern, Oma und Opa sowie Onkel und der Ur-Großmutter auf. Der Spielplatz war die Straße. In der Volksschule, die er mit dem Hauptschulabschluss beendete, war deutsch seine erste Fremdsprache die er lernen musste. In späteren Jahren hat er seine mittlere Reife und das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung nachgeholt und das Ganze als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Er war in etlichen Vereinen aktiv. Man könnte ihn getrost als „Vereinsmeier“ bezeichnen. Er hat dabei fast alle Positionen, die ein Vorstand hat, begleitet. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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