Zu spät aufgewacht: Rote Teufel 2:3 in Ravensburg

Eishockey

Zu spät aufgewacht: mit 2:3 (0:2, 0:1, 2:0) verlieren die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim das Auswärtsspiel in Ravensburg, in dem am Ende mehr drin war für die Hessen.

VORSPRUNG - Anruf genuegt

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Ravensburg Towerstars - EC Bad Nauheim 3:2 (2:0, 1:0, 0:2)

Erst im letzten Abschnitt kamen die Gäste so richtig in Fahrt, eine umstrittene Entscheidung nach einem vermeintlichen Torraumabseits sollte schließlich die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber bringen. "Wir haben gut angefangen, haben aber einige Leichtsinnsfehler gezeigt. Wir hätten aufgrund des letzten Drittels durchaus etwas verdient gehabt", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Spiel.

Die Gäste, bei denen Jan Guyrca für Mikko Rämö im Tor stand, so dass Joel Johansson als vierter Ausländer sein Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause feiern konnte, starteten engagiert in diese wichtige Partie. Nennenswerte Chancen waren zwar nicht zu verzeichnen, doch die Towerstars zollten den Hessen gehörigen Respekt und verstärkten zunächst die eigene Defensive. Erst nach rund fünf Spielminuten erhöhten die Oberschwaben die Schlagzahl und kamen auch gleich durch Tousignant zu einer guten Gelegenheit (7.), im Gegenzug scheiterte Alanov an Hertel, der heute für Langmann das Ravensburger Tor hütete. Es kam somit mehr Offensivgeist auf, der jedoch vermehrt auf Seiten der Gastgeber stattfand. Folge war das 1:0 durch Roloff in der 9. Spielminute, als der US-Amerikaner einen Rebound nach einem Hauner-Schuss über die Linie drücken konnte. Ravensburg blieb am Drücker und hatte weitere Möglichkeiten: Vogt traf das Außennetz (12.) und Mayer nur die Latte (15.). Besser machte es der Towerstars-Stürmer mit der Nummer 13 in der 19. Minute, als er nach einem Roloff-Schuss am schnellsten schaltete und das Hartgummi zum 2:0-Pausenstand einnetzen konnte.

Zwar wollten die Hessen mit Beginn des zweiten Abschnittes deutlich besser zurückkommen, mehr als ein Blueliner von Ales Kranjc, den Hertel wegfischen konnte, war jedoch nicht zu notieren (21.). Stattdessen machten die Towerstars Druck und drängten früh auf eine Vorentscheidung. Es dauerte somit nur bis zur 25. Spielminute, ehe Slavetinsky das 3:0 mit einem Schuss in den Winkel markieren konnte. Die Gastgeber waren in der Folgezeit dem 4:0 näher als die Hessen dem ersten Treffer, nachdem erneut Kranjc wie auch Pauli an Hertel scheiterten. Selbst in Überzahl gelang nicht viel, stattdessen verpasste Ravensburgs Sören Sturm mit einem Mann weniger nach einem Drei-auf-Eins-Konter den vierten Treffer der Hausherren, so dass sich die Roten Teufel die Minimalchance nach 40 Minuten noch offen ließen.

Und diese kam noch einmal: es waren nur 19 Sekunden gespielt, da markierte Dusan Frosch nach einem Kranjc-Schuss den ersten Bad Nauheimer Treffer. Nun waren die Hessen im Spiel und wollten es noch einmal wissen. Spätestens als Ales Kranjc in Überzahl den Anschlusstreffer markierte, war es ein spannendes Eishockeyspiel, in dem die Kurstädter drauf und dran waren, den Ausgleich zu erzielen. Als die Scheibe in der 57. Minute nach einem Schuss von Eugen Alanov im Netz von Jimmy Hertel lag, musste Referee Robert Paule den Videobeweis bemühen - aufgrund eines fragwürdigen Torraumabseits wurde das Tor von ihm jedoch nicht gegeben. Die Roten Teufel warfen fortan noch einmal alles nach vorne, am Ende wachte man unter dem Strich jedoch zu spät auf, denn hier wäre heute Abend mehr drin gewesen bei den Towerstars.

Am kommenden Freitag empfangen die Roten Teufel zuhause den SC Riessersee (Spielbeginn 19.30 Uhr), zuvor sieht man sich am nächsten Mittwoch, den 21.12.2016 ab 18.30 Uhr beim EC-Weihnachtssingen im Colonel-Knight-Stadion zu Gunsten von caritativen Einrichtungen, bei dem die DEL2-Spieler ebenfalls anwesend sein werden.

Tore:
1:0 (08:31) Roloff (Hauner, Slavetinsky)
2:0 (18:41) Mayer (Roloff)
3:0 (24:36) Slavetinsky
3:1 (40:19) Frosch (Kranjc, Rajala)
3:2 (48:39) Kranjc (Rajala, Dineen) PP1
Strafminuten: RTS 6 / ECN 8
Zuschauer: 2.200

Foto: Es war heute mehr drin für Harry Lange und sein Team in Ravensburg. (Foto: EC Bad Nauheim)


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