Kabarett: Die Distel aus Berlin - Deutschland in den Wechseljahren

Anfang 2020 war die Welt einfach nur so nicht in Ordnung. Das Land wartete alternativlos auf das Ausläppern von Merkels Kanzlerinnenschaft. Dann kam ein Virus und veränderte alles. Auch das Kabarett: Wie kann sich die DISTEL einem allmächtigen und zerstörerischen Gegner stellen, wenn der sich in einer Petrischale versteckt? Das Ensemble auf die Bühne lässt genau diese Frage aushandeln.

Dabei wimmelt es nur so von brisanten Themen und Dialogen, die mit Corona entweder aus dem öffentlichen Blickpunkt geraten sind oder gerade durch die Pandemie besonders sichtbar wurden. Soziale Ungerechtigkeit: Von der Menschenhaltung in der Fleischindustrie bis zu Hartz 4 für alle. Fremdenhass: Richtet sich die Dosis Polizeigewalt nach dem Hautton? Und wann bauen die Briten die Mauer im Ärmelkanal? Alte, weiße Männer: Im Pauschalisierungsurlaub zwischen Verschwörungsmärchenwald und Präsidentenpalast. Was ist zu tun? Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur, alles befindet sich im Wandel, Deutschland in den Wechseljahren.

Die DISTEL wächst mit ihren Aufgaben, geht in sich und aus sich heraus – und präsentiert ganz konsequent ein Best-Of der spitzfindigsten, zeitkritischsten Szenen und Songs des jüngsten Repertoires. In diesem mit Abstand besten Antiviren-Programm streiten, spielen und singen sich Timo Doleys, Caroline Lux, Rüdiger Rudolph und Edgar Harter durch einen Abend zum Lachen und Nachdenken, der darüber hinaus für das Publikum noch einen unerwarteten Auftritt bereithält. An den Instrumenten: Falk Breitkreuz und Til Ritter.