Erneut "falsche Handwerker" unterwegs

Frankfurt
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Am Montag, den 13.01.2020 und Dienstag, den 14.01.2020, kam es bedauerlicherweise erneut zu mehreren Trickdiebstählen durch sogenannte "falsche Handwerker".

Die Taten ereigneten sich über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Der oder die unbekannten Täter gaben in allen Fällen vor, die Wasserrohre überprüfen zu müssen. Der Gesamtschaden beläuft sich abermals auf mehrere Tausend Euro in Form von Schmuck und Bargeld.

Bereits am Montagnachmittag, gegen 17:00 Uhr, schlug ein unbekannter Trickdieb im Frankfurter Ostend das erste Mal zu. Dort klingelte der unbekannte, männliche Täter an der Wohnungstür des 89-jährigen Bewohners im Röderbergweg. Er gab vor, die Wasserrohre, aufgrund eines vorangegangenen Wasserrohrbruchs, überprüfen zu müssen. Der Senior schenkte den Ausführungen Glauben und lies den vermeintlichen Reparateur in die Wohnung. Dort gelang es dem Täter in einem unbeobachteten Moment, Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro zu erbeuten. Er konnte im Anschluss unerkannt in unbekannte Richtung fliehen.

Der Bestohlene beschrieb den Täter wie folgt: Männlich, circa 40 Jahre alt, circa 175 cm groß, kurze braune Haare, Brillenträger, bekleidet mit Jeans, grünem Parker und Handschuhen. Der Täter hat akzentfrei deutsch gesprochen und wirkte äußerlich gepflegt.

Am Dienstag traten erneut "falsche Handwerker", diesmal als Duo im Frankfurter Stadtteil Praunheim, auf. Gegen 12:45 Uhr klingelten sie an der Haustür einer 88-jährigen Frankfurterin im Theodor-Fischer Weg. Gegenüber der hochbetagten Dame gaben sie vor, Mitarbeiter eines Wasserwerks zu sein und aufgrund eines Wasserschadens, entsprechende Überprüfungen durchführen zu müssen. Einer der Täter begab sich in das Bad im 1. Obergeschoss und ließ dort über eine halbe Stunde Wasser in die Badewanne laufen, wodurch die Geschädigte abgelenkt wurde. Währenddessen konnte der zweite Täter diverse Wertgegenstände, Schmuck und Bargeld, ebenfalls im Gesamtwert von mehreren Tausend Euro entwenden. Die Dame bemerkte das Fehlen erst, nachdem beide Täter das Haus schon verlassen hatten.

Die Täter wurden hier wie folgt beschrieben: 1. Täter: Männlich, circa 170 cm groß, braune Haare und braune Augen, schlanke Gestalt, gebräunte Haut, bekleidet mit dunkelblauer Jacke, weiß-karierten Hemd, blauer Jeans und grauen Gartenhandschuhen. 2. Täter: Die Beschreibung des 2. Täters weicht nur in folgenden Punkten von der des 1. Täters ab: circa 190 cm groß und trug ein weißes Hemd mit schwarzen Knöpfen.

Auch in der Niederurseler Landstraße versuchten die Täter nach gleichem Vorgehen und unter Vorspiegelung, Handwerker zu sein, ihr Glück bei einer ebenfalls alleinlebenden, älteren Dame. In diesem Fall versuchten sie, einen Tresor im Haus zu öffnen, was jedoch nicht gelang, sodass sie ohne Beute flüchteten. Gleiches gilt auch für den Goldbergweg in Oberrad. Hier gelang es einem Täterduo, in die Wohnung eines 89-Jährigen zu gelangen. Dort entwendeten sie ebenfalls Schmuck.

Inwieweit ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht und ob es sich bei den Tätern um dieselben handelt, ist Gegenstand der intensiv geführten Ermittlungen der Kriminalpolizei. Bedauerlicherweise, wie die geschilderten Fälle der letzten Tage eindringlich aufzeigen, konnten in jüngster Vergangenheit vermehrt Taten von gleicher oder ähnlicher Begehungsweise und Täuschungsversuchen seitens der Täter festgestellt werden. Diese geben sich häufig als Handwerker aus um in die Wohnung zu gelangen. Opfer sind zumeist ältere und alleinlebende Menschen.

Die Polizei Frankfurt warnt in diesem Zusammenhang wiederholt eindringlich: Lassen Sie keine fremden Personen ins Haus oder in die Wohnung, welche ohne Termin oder Vereinbarung vor Ihrer Tür stehen. Notwendige Arbeiten, Ablesetermine oder Ähnliches werden in der Regel im Vorfeld angekündigt. Sollten Sie Zweifel haben, lassen Sie die Person nicht rein und rufen Sie die Polizei. Eine Bitte der Polizei an alle Kinder und Enkel: Bitte sensibilisieren Sie ihre Verwandten und sprechen Sie offen mit diesen über das Thema. Jedes Opfer von Trickdieben ist eines zu viel! Falls Sie Informationen oder Unterstützung benötigen, scheuen Sie sich nicht, die Polizei diesbezüglich zu kontaktieren.

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