Eintracht-"Risikofans" prügeln sich mit polnischen "Problemfans"

Frankfurt
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Vergangene Nacht kam es im Bahnhofsviertel zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Angehörigen der Problemfanszenen von Eintracht Frankfurt und dem polnischen Verein Lech Posen. Gegen 22:30 Uhr gingen bei der Polizei erste Meldungen ein, dass eine größere Gruppe Männer, allesamt weiß gekleidet, über die Wilhelm-Leuschner-Straße auf dem Weg ins Bahnhofsviertel sei. Die etwa 100 Mann starke Gruppe erwecke zudem den Eindruck, sich auf eine Auseinandersetzung vorzubereiten.

Die Polizei entsandte unverzüglich Streifenwagen, um die Meldung zu verifizieren und die Gruppe zu lokalisieren. Im Bereich des Wiesenhüttenplatzes fanden die Einsatzkräfte die beschriebene Gruppierung, die sich bereits in einer körperlichen Auseinandersetzung mit einer etwa gleichgroßen, mit schwarzen T-Shirts bekleideten, Personengruppe befand. Die Beteiligten trugen teilweise Handschuhe, Sturmhauben und Zahnschutz.

Die Einsatzkräfte schritten sofort konsequent ein und trennten die Parteien. Dabei mussten sie auch Pfefferspray und Schlagstock einsetzen. Die offensichtlich der Risikofanszene von Eintracht Frankfurt angehörenden Gewalttäter flüchteten daraufhin in Richtung Gutleutviertel, die des polnischen Vereins ins Bahnhofsviertel. In der Karlstraße lokalisierte die Polizei dann etwa 80 Anhänger von Lech Posen. Allen wurde ein Platzverweis für das Bahnhofsviertel ausgesprochen. Anschließend begleitete die Polizei die Gruppe zu ihrem Hotel, um eine strikte Trennung der beiden Lager zu gewährleisten und ein weiteres gewalttätiges Aufeinandertreffen zu verhindern. Zudem führte sie eine Gefährderansprache bei dem für die Gruppe mutmaßlich Verantwortlichen durch. In diesem Zusammenhang brachten die Einsatzkräfte in Erfahrung, dass die polnische Gruppe auf der Durchreise zu einem Spiel ihres Vereins in Luxemburg am heutigen Abend ist.

Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen traf die Polizei auch auf Anhänger der Frankfurter Risikofanszene. Unter diesen befand sich ein 38-Jähriger, der in der Vergangenheit immer wieder als Verantwortlicher und Organisator diverser, auch gewalttätiger, Aktionen auftrat. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde den Personen ein Platzverweis erteilt, dem sie nachkamen.

Der Polizei liegen bislang keine Informationen zu verletzten Personen aus den beiden Gruppen vor. Alle Angetroffenen verhielten sich der Polizei gegenüber äußerst unkooperativ. Zwei Polizeibeamte wurden bei dem Einsatz leicht verletzt.

Aufgrund der festgestellten Gesamtumstände, insbesondere der aufgefundenen Gegenstände wie Mundschutz, Masken und Handschuhe, der sich deutlich voneinander abgrenzenden Kleidung (schwarz und weiß) sowie der Tatsache, dass hier gleichgroße Gruppen aufeinandertrafen, geht die Polizei davon aus, dass es sich um eine abgesprochene Drittortauseinandersetzung handelte.

Die Polizei leitete Strafverfahren u. a. wegen des Verdachts der Beteiligung an einer Schlägerei und schweren Landfriedensbruchs ein. Die Ermittlungen dauern an.


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