Tierschützer: Eintracht soll Steinadler Attila in Rente schicken

Frankfurt
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Seit vielen Jahren wird ein Steinadler bei Heimspielen von Fußball- Bundesligist Eintracht Frankfurt als „Maskottchen“ im Stadion zur Schau gestellt. Nach zahlreichen Beschwerden von Fans hat sich PETA im Dezember mit dem Appell an den Vorstand gewandt, den 18-jährigen Attila in einer artgerechten Auffangstation in „Rente“ zu schicken und künftig vom Einsatz lebender Tiere im Stadion abzusehen.

Im Stadion ist der Greifvogel durch die Lautstärkekulisse, Menschenmassen und häufige Transporte nach Auffassung der Tierrechtsorganisation großem Stress ausgesetzt. Als Ersatz schlägt PETA unter anderem vor, eine spektakuläre Lasershow zu veranstalten, bei der ein 3-D-Adler-Hologramm für Stimmung bei den Fans sorgt. Eine Antwort des Vereins steht noch aus.

„Den Adler regelmäßig ins Stadion zu karren und angebunden vorzuführen, ist kein artgerechter Umgang mit einem Greifvogel. Wir hoffen, dass ihm der Stress schon beim kommenden Heimspiel gegen Schalke erspart bleibt“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Circus Roncalli hat echte Tiere durch eine spektakuläre Elefantenshow in 3-D ersetzt und damit die Zuschauer begeistert. Dem Beispiel sollte die Eintracht folgen. Ein leidender Vogel ist kein geeigneter Glücksbringer.“

Steinadler sind Greifvögel, deren Reviere in der Natur häufig eine Fläche von 50 Quadratkilometern umfassen und die täglich längere Zeit im Gleitflug verbringen. Steinadler wie Attila leben monogam und führen innige Beziehungen zu ihren Partnertieren. Ihre Lebenserwartung liegt bei 20 Jahren und mehr.

PETA fordert generelles Verbot der Falknerei

Für die sensiblen und hochintelligenten Greifvögel bedeutet ein Leben in falknerischer Haltung große Entbehrungen und Leid. In der Falknerei besteht die gängige Haltungsform in der stunden- oder gar tagelangen Anbindung der Greifvögel, sodass die Tiere große Teile ihres Lebens an den Füßen angebunden auf einem Holzpflock verbringen. Ein selbstbestimmtes und artgerechtes Leben wird den Greifvögeln verwehrt. Gemäß den in Deutschland geltenden Richtlinien ist die Haltung zulässig, wenn die Tiere jeden zweiten Tag kurz fliegen dürfen. Doch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft plant bereits eine Überarbeitung der veralteten Haltungsrichtlinien von 1995. PETA fordert das Ministerium auf, die Falknerei und die damit verbundene Anbindehaltung vollständig zu untersagen.


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