Umsichtiger Einsatz im Fechenheimer Wald

Frankfurt
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Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und Innenminister Peter Beuth (CDU) haben am Freitag den Polizeieinsatz zum Lückenschluss der A66 im Fechenheimer Wald gelobt und die Leistung der Beamtinnen und Beamten gewürdigt.

Die hessische Polizei hatte zuvor im Fechenheimer Wald die letzten Ausbaugegner unverletzt aus Baumhäusern geborgen.

„Mein Dank gilt allen Polizistinnen und Polizisten, die dafür gesorgt haben, dass dieser Einsatz so friedlich und professionell abgelaufen ist. Keine Verletzten – das ist die beste Bilanz, die ein solcher Einsatz haben kann. Die Polizei hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie den Rechtsstaat souverän durchsetzt. Sie ist dabei kommunikativ, transparent und auch in schwindelerregenden Höhen hochprofessionell und stets mit Bedacht vorgegangen. Auch die Demonstrantinnen und Demonstranten haben sich überwiegend friedlich verhalten. Den Rodungsarbeiten ist ein sorgfältiges, rechtsstaatliches Verfahren vorausgegangen. Das Projekt wird für die Bürgerinnen und Bürger von Frankfurt sowie die Pendler schon bald spürbar sein. Für die gesamte Region ist dieser Lückenschluss ein Gewinn“, sagte Hessens Ministerpräsident Boris Rhein.

In den vergangenen drei Tagen mussten die Rodungsarbeiten rund um die Uhr – in der Spitze mit bis zu 1.800 Einsatzkräften am Tag – betreut werden. Bis zum heutigen Freitagnachmittag haben die Einsatzkräfte dabei 22 Personen unverletzt aus Gebilden in den Bäumen gerettet und sicher aus dem gesperrten Bereich gebracht. In Summe wurden über 20 Barrikaden, Baumhäuser und Strukturen geräumt. Mehr als 25 Personen wurden bislang in Gewahrsam genommen. Insgesamt hat die Polizei seit Beginn der Einsatzmaßnahmen in der vergangenen Woche über 25 Straftaten und rund 65 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Dazu zählen beispielsweise 16 Fälle von Hausfriedensbruch und 30 Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Zudem wurden 3 Widerstandshandlungen gegen Polizistinnen und Polizisten registriert.

„Der erfolgreiche Abschluss der Rodungsarbeiten zeigt, dass die Polizei mit einem klugen, klaren und umsichtigen Einsatzkonzept diese große Herausforderung meistern konnte. Oberste Prämisse des Einsatzes war, dass möglichst niemand zu Schaden kommt. Es ist dem sehr besonnenen Vorgehen der Polizistinnen und Polizisten zu verdanken, dass tatsächlich bislang niemand verletzt wurde, obwohl sich Ausbaugegner teils in hochriskante Gefahrenlagen begeben hatten.  Der hessischen Polizei gebührt deswegen großes Lob: Sie ist mit Sorgfalt, Augenmaß und mit Konsequenz vorgegangen. Sie hat dem Rechtsstaat Geltung verschafft. Ich bedanke mich ausdrücklich bei unseren hessischen Polizistinnen und Polizisten sowie den Unterstützungskräften der Bundespolizei für die hochprofessionelle und unermüdliche Arbeit in diesen zehrenden Einsatzmaßnahmen“, so Innenminister Peter Beuth.

Ausbaugegner kündigten im Internet an, den Protest auch nach Abschluss der Rodungsmaßnahmen fortzuführen. Es bleibt abzuwarten, wie lange und mit welcher Intensität dieser Protest durch die Polizei begleitet werden muss.


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