Frankfurt: EM-Fanzone am Main wird zur Waffenverbotszone

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Anfang dieser Woche hat das Bundesministerium des Innern und für Heimat einen Appell an alle EM-Standorte gerichtet, ihre Fan Zonen zu Waffenverbotszonen für die Zeit der Fußball-Europameisterschaft vom 14. Juni bis 15. Juli zu deklarieren. Sie verweisen dabei auf das Waffengesetz § 42 Absatz 6 sowie Absatz 5, wonach die Stadt auch Messer zwischen 4 und 12 Zentimeter verbieten kann. In dem Brief heißt es: „Sofern Sie diese Maßnahmen noch nicht ergriffen haben, möchte ich namens BMI dringlich dafür werben, die Einrichtung von Waffen- und Messerverbotszonen für den Zeitraum der UEFA EURO 2024 zu prüfen. Gerade für Fan Zonen und sonstige Orte, wo viele Menschen zusammenkommen, können Waffen- und Messerverbotszonen einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit aller leisten.“ 



Dabei wird auf die Messerattacken der vergangenen Wochen verwiesen, insbesondere in Mannheim. „Wir werden als Stadt Frankfurt nach Absprachen mit dem Polizeipräsidenten Stefan Müller und dem Geschäftsführer der TCF, Thomas Feda, diesen Wunsch nachkommen. Zusammen mit meiner Kollegin, Ordnungsdezernentin Annette Rinn, habe ich heute eine entsprechende Verfügung unterschrieben. Sie gilt jeweils den ganzen Tag“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef (SPD).

„Wir alle wünschen uns eine friedliche und freudige Fußball-Europameisterschaft. Wir werden zusammen mit der Landespolizei, die für die Sicherheit in Frankfurt verantwortlich ist, alles tun, was möglich ist, um Vorkommnisse zu verhindern. Mit der Waffenverbotszone in der Fanzone tragen wir auch dazu bei“, betont Josef. „Ich bin sehr froh, dass wir auch für die Fan Zone eine zeitweilige Waffenverbotszone einrichten konnten und danke allen beteiligten Ämtern für die schnelle und konsequente Umsetzung. Die schrecklichen Vorkommnisse der vergangenen Tage zeigen deutlich, dass wir den Sicherheitskräften die Arbeit erleichtern müssen, um schnell und konsequent handeln zu können. Die Waffenverbotszone ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer sicheren und unbeschwerten Zeit während der Euro24“, erklärt Ordnungsdezernentin Annette Rinn.

„Ich begrüße diesen Vorstoß sehr. Die Einrichtung der Waffenverbotszone in der Fanzone ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Sicherheit während der UEFA Euro 2024. Die polizeilichen Erfahrungswerte zeigen, dass dort, wo mehrere tausend Menschen zusammenkommen, auch gefährliche Gegenstände oder Waffen mitgeführt werden, die dann im Konfliktfall auch zum Einsatz kommen“, sagt Polizeipräsident Stefan Müller. TCF-Geschäftsführer Feda begrüßt die Entscheidung der Stadt. „Die Waffenverbotszone unterstützt in den nächsten vier Wochen die Hausordnung unserer Frankfurter Fan Zone. Sie verstärkt damit auch die Sicherheit der Fans“, sagt der Organisator des Fußballfestes. 

Die Sicherheit soll gemeinschaftlich gestärkt werden, damit die Freude während der EM im Fokus steht.


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