Die Bundespolizei, die Landespolizei, Flughafenfeuerwehr und die Airport Security waren unmittelbar vor Ort, um eine Gefährdung des Luftverkehrs auszuschließen. Der Flugbetrieb wurde am gesamten Flughafen aus Sicherheitsgründen umgehend eingestellt und es wurden Sofortmaßnahmen eingeleitet, um das Eindringen möglicher weiterer Aktivisten zu verhindern und sicherzustellen, dass keine weiteren Betriebsflächen betroffen sind.
In der Folge konnten gegen 07:00 Uhr die erste Landebahn wieder in Betrieb gehen. Die Flughafenfeuerwehr und die spezialisierten Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei begannen parallel mit dem Lösen der Klimaaktivisten vom Asphalt. Ab 07:50 Uhr waren wieder alle Start- und Landebahnen in Betrieb. Gegen 10:15 Uhr konnten mit dem Lösen der letzten Person alle Maßnahmen vor Ort beendet werden.
Die Landespolizei stellte die Personalien der Aktivisten fest. Alle Beteiligten wurden zur Durchführung der weiteren polizeilichen Maßnahmen in das Polizeipräsidium Frankfurt am Main gebracht. Sie müssen sich nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, des Hausfriedensbruchs, der Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz verantworten.
Die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag fordert harte Konsequenzen: „Es ist schierer Wahn, wenn selbsternannte Klimaaktivisten den Luftverkehr des größten Flughafens Deutschland in Gefahr bringen. Mitten in den Sommerferien haben die Klimakleber mit ihrer sinnfreien Störaktion nicht nur den Flugbetrieb gebremst und so einer Vielzahl von Reisenden den wohlverdienten Jahresurlaub ruiniert, sondern auch schwerwiegende Straftaten begangen. Wir werden nicht zulassen, dass Gruppierungen wie die 'Letzte Generation' durch Straftaten Menschenleben gefährden, um auf sich aufmerksam zu machen. Wir müssen hier ganz klar machen: Diese Protestler sind keine Aktivisten, sondern radikale Straftäter. Unser Rechtsstaat hat klare Antworten für Personen, die unserer Gesellschaft ihrer Ansichten mit Gewalt und Nötigung aufzwingen wollen.“
Zur Blockade des Frankfurter Flughafens durch Mitglieder der sogenannten "Letzten Generation" äußern sich Klaus Gagel, verkehrs- und klimapolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, und Sandra Weegels, innenpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion.
Klaus Gagel: „Dieser Anschlag auf den Frankfurter Flughafen ist entschieden zu verurteilen. Klimaextremisten riskieren das Leben anderer Menschen und ihr eigenes. Diese Art von politischem Protest ist ein krimineller Akt und darf in unserer demokratischen Gesellschaft nicht akzeptiert, relativiert oder verharmlost werden. Solch schwerwiegende Eingriffe in den Luftverkehr sind erpresserische Aktionen, die sich gegen die gesamte Gesellschaft richten und überdies enormen volks- und betriebswirtschaftlichen Schaden verursachen. Die Täter müssen im Rahmen dessen, was das Strafgesetzbuch hergibt, hart bestraft werden.“
Sandra Weegels: „Gestern Köln/Bonn, heute Frankfurt. Man muss sich die Frage stellen, wie es um die Sicherheit an deutschen Flughäfen bestellt ist, wenn Klima-Kriminelle einfach den Zaun durchschneiden und so kurzerhand in den Sicherheitsbereich gelangen können. Gerade an einer so bedeutenden internationalen Drehscheibe wie dem Frankfurter Flughafen müssen die Schutz- und Überwachungsmechanismen dringend überprüft und gegebenenfalls nachgerüstet werden.“
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de