Frankfurt trauert um Batschkapp-Gründer Ralf Scheffler

Frankfurt

Die Stadt Frankfurt am Main trauert um Ralf Scheffler, den Gründer und langjährigen Geschäftsführer der Batschkapp. Kurz vor den geplanten Feiern zum 50-jährigen Bestehen dieses einzigartigen Musikclubs verliert Frankfurt eine prägende Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung der lokalen Musik- und Veranstaltungslandschaft maßgeblich mitgestaltet hat.

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„Der Tod von Ralf Scheffler hinterlässt eine große Lücke in der Frankfurter Musiklandschaft. Er hat mit seinem über mehrere Jahrzehnte lang andauernden Engagement dafür gesorgt, dass Frankfurt als zentraler Spielort für nationale und internationale Größen der Alternative und Independent Rockszene wahrgenommen wurde und wird“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef.

„Frankfurt verliert einen erfolgreichen Unternehmer in einer sehr besonderen Branche“, sagt Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke. Ralf Scheffler habe aus einem Treffpunkt der linken Sponti-Szene einen international bekannten Musikclub gemacht, in dem viele Größen der Branche ihre Karrieren starteten. Schefflers Arbeit habe die Szene über Jahrzehnte geprägt. „Die Batschkapp ist ein Ort der Identifikation für viele Generationen. Schefflers Engagement verdient großen Respekt und wird bleibende Anerkennung erfahren.“

Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 baute Scheffler die Batschkapp zu einem weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Veranstaltungsort auf. „Es gelang Ralf Scheffler, ein Haus zu etablieren, das künstlerische Vielfalt, gesellschaftliche Offenheit und wirtschaftliche Tragfähigkeit miteinander verband. Die Stadt Frankfurt würdigt dieses Lebenswerk mit großer Anerkennung“, ergänzt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 in Eschersheim entwickelte sich die Batschkapp von einem Treffpunkt der alternativen Gegenkultur hin zu einer etablierten Konzert- und Veranstaltungsstätte mit nationaler Ausstrahlung. In den 1980er Jahren führte die unternehmerische Neuaufstellung unter Scheffler zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Stabilisierung. Lokale Künstlerinnen und Künstler sowie Musikgruppen wie der Satiriker Matthias Beltz oder die Rodgau Monotones fanden hier den Weg zu einem großen Publikum. Der Umzug im Jahr 2013 an den heutigen Standort in der Gwinnerstraße im Stadtteil Seckbach ermöglichte eine Neuausrichtung. Mit der Erhöhung von Kapazitäten und durch eine zeitgemäße technische Ausstattung erfüllt die Batschkapp in Frankfurt ihre Funktion als bedeutende Bühne für nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler. Zugleich hat sie ihre Rolle als fester Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft bewahrt. Die Stadt Frankfurt am Main spricht der Familie, den Freunden sowie allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern ihr aufrichtiges Mitgefühl aus. 

Mit Trauer hat auch Timon Gremmels (SPD), Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, auf den Tod von Ralf Scheffler reagiert. Scheffler war einer der prägenden Köpfe der Frankfurter Musik- und Kulturstätte Batschkapp.

Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels: „Mit Ralf Scheffler verliert Hessen eine prägende Persönlichkeit der Musik- und Kulturszene. Als Mitbegründer der Batschkapp hat er einen Ort geschaffen, der weit über Frankfurt hinaus gestrahlt hat; einen Raum für neue Klänge, für künstlerische Freiheit und für gesellschaftlichen Austausch. Generationen von Musikerinnen und Musikern fanden hier eine Bühne, viele Karrieren nahmen dort ihren Anfang. Ralf Scheffler stand für die Überzeugung, dass Kultur Räume braucht, um sich zu entfalten. Sein Engagement hat die hessische Kulturlandschaft nachhaltig geprägt, Impulse für die deutsche Musikszene gesetzt und dazu beigetragen, dass sich Frankfurt als Kultur- und Musikstadt profilieren konnte.“

Ralf Schefflers Name ist eng mit der Entstehung und der Geschichte der Batschkapp in Frankfurt verknüpft. Als Mitgründer leitete er fast 50 Jahre lang die Frankfurter Kult-Institution; erst in Eschersheim, später in Seckbach. Im Jubiläumsjahr seines bekannten Musikclubs ist Ralf Scheffler jetzt im Alter von 77 Jahren gestorben.


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