Mit Trauer und Bestürzung reagierte Oberbürgermeister Peter Feldmann auf die Nachricht vom Ableben des langjährigen Stadtverordneten und Stadtrates Günter Dürr.
Der 1941 in Bad Dürkheim geborene Sozialdemokrat gehörte von 1981 bis 1997 der Stadtverordnetenversammlung an und wirkte dort von 1986 als Fraktionsvorsitzender seiner Partei. Danach wechselte er für vier Jahre in den ehrenamtlichen Magistrat und kehrte darauf bis 2011 wieder in die Stadtverordnetenversammlung zurück. Für sein langjähriges Engagement, unter anderem als Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, wurde er zum Stadtältesten ernannt.
„Mit Günter Dürr hat unser Frankfurt einen Großen verloren“, würdigte Oberbürgermeister Feldmann den Verstorbenen „Wir trauern um einen für Frankfurt engagierten, couragierten und feinsinnigen Streiter für soziale Gerechtigkeit. Günter Dürr war für mich immer ein verlässlicher Ratgeber, ein Mentor in meiner Zeit als junger Stadtverordneter. Er konnte Schicksalsschläge, wie den tragischen, viel zu frühen Tod seiner Frau nicht so leicht wegstecken, wie es wegen seines robusten Auftretens vielleicht manche vermuteten. Günter Dürr war unbequem und streitbar, aber immer konstruktiv und solidarisch. Vieles ging ihm näher als er öffentlich je zeigen konnte oder wollte. Vor allem aber hat er seine Heimatstadt Frankfurt geliebt. Er hat für unsere Stadt ehrenamtlich und mit Herzblut gewirkt. Günter Dürr hat Politik nie als Herrschafts- sondern immer als Emanzipationsprojekt begriffen und gelebt. Er wollte nie befehlen, er wollte überzeugen und hat viele junge Menschen für die Politik begeistert. Der Ausbildung junger Menschen galt sein Berufsleben, der Gewinnung junger Menschen für unsere Demokratie galt sein politisches Leben. Mich erfüllt sein Tod mit großer Trauer und bestärkt mich zugleich darin unseren Idealen treu zu bleiben: Günter kämpfte für ein soziales, liberales und internationales Frankfurt. Er wird uns allen sehr fehlen“, schloss Feldmann.
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