Die Worte des Staatssekretärs im Hessischen Kultusministerium, Professor Alexander Lorz, konnten es bei der Preisverleihung der Gütesiegel am 12. September in Wetzlar nicht deutlicher fassen.
Die Worte des Staatssekretärs im Hessischen Kultusministerium, Professor Alexander Lorz, konnten es bei der Preisverleihung der Gütesiegel am 12. September in Wetzlar nicht deutlicher fassen.
„Die Entscheidung für einen Beruf kann den Schülerinnen und Schülern niemand abnehmen. Aber es ist Aufgabe der Schule, sie gut darauf vorzubereiten, damit sie ihre Berufswahl möglichst verantwortungsbewusst und souverän wahrnehmen können. Die heute ausgezeichneten Schulen setzen dies in vorbildlicher Weise um“, sagte er. Um so größer war die Freude an der Kopernikusschule, dass nach erfolgreicher Bewerbung und Gütesiegelverleihung an den Haupt- und Realschulbereich im Vorjahr nun auch der gymnasiale Zweig zu entsprechenden Ehren kam.
31 Schulen aus Hessen erhielten in Rahmen einer Festveranstaltung in der Stadthalle in Wetzlar das Gütesiegel aus den Händen von Staatssekretär Lorz, Staatsekretär Steffen Saebisch, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, sowie Bernd Ehringer, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern überreicht. Sie wurden damit geehrt für ihre vorbildliche Vorbereitung der Schülerschaft auf das Berufsleben. Das Gütesiegel wird seit 2011 von der Landesregierung, gemeinsam mit der hessischen Wirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit vergeben. Es zeichnet Schulen aus, die beginnend mit der 7. Klasse ein ganzheitliches, fächerverbindendes Konzept zur Berufs- und Studienorientierung anhand eines umfangreichen Kriterienkataloges umsetzen. Dazu gehören z.B. geeignete Kompetenzfest-stellungsverfahren, aber auch handlungs- und lebensnahe Berufs- und Studienvor-bereitungsprojekte.
Unter Führung der mit der beruflichen Orientierung an der Schule für den gymnasialen Bildungsgang beauftragten Lehrkräfte Silvia Dominik, Wolfgang Bös und Fachbereichsleiterin Kerstin Mathie hatte sich zunächst die Fachschaft Politik und Wirtschaft auf den Weg gemacht, die Arbeit an der Schule qualifizierend zu gewichten und ein Gesamtkonzept zur beruflichen Orientierung zu erstellen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, denn die Auditoren, die zur Prüfung angereist waren, attestierten der Schule ein weit über dem Durchschnitt liegendes Engagement, das vor allem durch betriebliche Praktika, die Breite der Lernangebote und die fest im Schulcurriculum verankerte Arbeit im Bereich der Berufs- und Studienorientierung ihren Niederschlag finde. Zu den fast schon selbstverständlichen Angeboten gehören Praktika im Ausland, die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Universitäten und Betrieben, aber vor allem auch der Fokus auf die Studierfähigkeit der Abiturientinnen und Abiturienten. Dabei sei die spezifische berufsvorbereitende Arbeit im gymnasialen Zweig eine ganz besondere Herausforderung, so die Hauptverantwortlichen, sieht die Stundentafel und der Fächerkanon nämlich nicht spezifische Stunden und Felder wie z.B. im Bereich der Arbeitslehre in Haupt- und Realschule vor. So ist die Integration der berufsorientierenden Inhalte in den regulären Fächerkanon von besonderer Bedeutung.
Mit großem Stolz konnte dann auch Schulleiterin Anna Maria Dörr feststellen, dass nun die gesamte Schule in dieser besonderen Weise eine Würdigung erhält, die nicht zuletzt die hervorragende Arbeit der Lehrkräfte, vor allem aber auch die an modernen Bedürfnissen angelehnten unterrichtlichen Angebote sowie die Vernetzung mit außerschulischen Partnern diesen Erfolg erst möglich gemacht werde. Für die nächsten drei Jahre darf sich die Schule nun mit dem Gütesiegel schmücken und wird die Anregungen der Auditoren gerne aufnehmen, um im Rezertifizierungsverfahren wiederum erfolgreich zu bestehen.
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