„English in Action" hieß es erneut für eine Gruppe der Kopernikusschule Freigericht, die für zwei Wochen gemeinsam mit ihren Lehrern Thorsten Weitzel und Doris Freide-Meyer nach Kalifornien reiste.
Dort stand ein Besuch der Partnerschule - der Sequoia High School in Redwood City - ebenso auf dem Programm wie vielfältige Exkursionen in und um San Francisco. Zusätzlich organisierte Projektleiter Thorsten Weitzel wieder das bundesweit einmalige Praktikumsprogramm im Herzen des Silicon Valley, bei dem die deutschen Schülerinnen und Schüler innerhalb einer Woche verschiedene Berufe und Betriebe in Form von Praktika, Interviews und Besichtigungen kennenlernen. Namhafte Kooperationspartner der Kopernikusschule sind dabei unter anderem Google, der San Francisco Chronicle und die Fluggesellschaft Virgin America. Außerdem unterstützen örtliche Grundschulen, Verwaltungen, Polizeistationen, Hotels, Museen, ein Kino und ein Krankenhaus das innovative deutsch-amerikanische Projekt.
Die Schülerinnen und Schüler, die alle gerade in ihren Englischkursen des Jahrgangs Q1 das Thema USA und den so genannten „American Dream" behandeln, konnten sich vor Ort ein Bild von gelebtem Patriotismus und kalifornischer Lebensfreude machen. Ob beim Besuch des Grand National Rodeo in der riesigen Cow Palace Arena von San Francisco, beim Friday Night Football der Sequoia High School oder im Familienalltag - der besondere American Way of Life war überall spürbar. Der Unterricht in den Grundschulen, den die Deutschen als Assistenzlehrer unterstützten, begann morgens sogar mit der Pledge of Allegiance, einem üblichen Treue-Gelöbnis gegenüber der Flagge der Vereinigten Staaten. In den Schulen wurde aber auch die ethnische Vielfalt Kaliforniens deutlich - sitzen doch oft eine Mehrzahl Kinder mit lateinamerikanischer oder asiatischer Herkunft in den Klassenzimmern. Dass man sich Mitten im Silicon Valley, dem bedeutendsten Standort der High-Tech-Industrie weltweit, befand, wurde unter anderem deutlich bei den Besuchen der Stanford University, wo die Gruppe aus Freigericht das imposante Gelände mit einer amerikanischen Studentin erkundete, und der Firma Google, wo man von zwei Mitarbeitern empfangen wurde. Google bietet seinen Mitarbeitern viele Privilegien und einen Campus, der stellenweise einem Freizeitpark gleicht und zahlreiche Serviceeinrichtungen bereit hält.
Natürlich wurden die überall herumstehenden bunten Google-Fahrräder kurz ausprobiert und in einem Google-Büro noch ein Interview mit den beiden Googlern geführt. Auch bei den anderen Praktikumsstellen stellten die Jugendlichen aus Deutschland eine überaus angenehme Arbeitsatmosphäre fest, die von hoher Identifikation mit dem Arbeitgeber und geringer Hierarchie geprägt war. „Selbst der oberste Chef wird mit Vornamen angesprochen und auf den Visitenkarten oder Namensschildern ist nur der Vorname zu lesen", berichtet eine Schülerin. „Die Unterhaltungen mit den Polizisten während der gemeinsamen Streife waren besonders spannend", so ein anderer Schüler, der auch auf interessante Hintergrundinformationen bei den Treffen mit Redwood Citys Bürgermeister oder mit dem Manager des größten Kinos der Region verweist. Viel Lob erhielten alle Kopernikaner stets für ihr engagiertes und höfliches Auftreten sowie ihr ausgezeichnetes Englisch, das natürlich nach diesen intensiven Wochen weiter verbessert werden konnte. Und dies auch bei Exkursionen in der gesamten Region, etwa zur ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz, entlang des Pacific Highway Number 1 oder zum Muir Woods National Monument, wo die letzten in der Region San Francisco verbliebenen Baumriesen des Küstenmammutbaums, der höchsten Baumart der Erde, geschützt werden. Eine Stadtrundfahrt in San Francisco, zahlreiche Spaziergänge in den Vierteln der Stadt, Museumsbesuche und Schüler-präsentationen vor Ort machten die USA-Reise wieder zu einem interaktiven und unver-gesslichen Erlebnis. Ein Abschluss-Picknick mit den amerikanischen Gastfamilien, zu dem auch das traditionelle Kürbisschnitzen kurz vor Halloween gehörte, komplettierte den diesjährigen deutsch-amerikanischen Austausch der Kopernikusschule, der im kommenden Sommer durch einen Besuch aus Kalifornien in Freigericht fortgesetzt werden wird.
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