Umstrittenes Elfmetertor bringt FSV auf Verliererstraße

2. Bundesliga

Der FSV Frankfurt hat das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern knapp mit 0:1 (0:1) verloren.

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FSV Frankfurt – 1. FC Kaiserslautern 0:1 (0:1)

Eine erneut engagierte Leistung reichte den Bornheimern nicht, um gegen clever spielende Lauterer zu punkten. Trotz des enttäuschenden Resultats konnten die Spieler mit erhobenem Haupt vom Platz gehen.

FSV-Trainer Benno Möhlmann stellte im Vergleich zum Spiel in Dresden zweimal um: Für Yannick Stark (Gelb-Rot-Sperre) und John Verhoek starteten Björn Schlicke nach abgesessener Rot-Sperre sowie Edmond Kapllani. Mathew Leckie war Dank erfolgreicher physiotherapeutischer Behandlung nach seiner Bänderverletzung rechtzeitig wieder fit. 

Besser hätte der Rahmen für die Eröffnung der neuen Haupttribüne des Frankfurter Volksbank Stadions nicht sein können: Strahlender Sonnenschein und ein mit 10 470 Zuschauern in dieser Saison erstmals ausverkauftes Frankfurter Volksbank Stadion sorgten schon vor dem Anpfiff für eine prickelnde Atmosphäre. Schon wenige Minuten nach Anpfiff machten sich die rund 4.000 FCK-Fans lautstark bemerkbar. Unbeeindruckt vom stimmgewaltigen Gästeanhang spielte der FSV Frankfurt gleich mutig nach vorne und hatte in der fünften Minute seine erste aussichtsreiche Torgelegenheit durch Mathew Leckie, der eine Vorarbeit von Edmond Kapllani mit einem Drehschuss aus 14 Metern über das Lauterer Tor beförderte.

Keine zwei Minuten später ging ein Raunen durchs Stadion, als FSV-Verteidiger Nils Teixeira einen Kopfball von Mohamadou Idrissou von der Linie köpfte. Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch mit Strafraumszenen auf beiden Seiten. Im Offensivspiel der Bornheimer wusste vor allem der Australier Mathew Leckie zu überzeugen, der mit sehenswerten Dribblings die ansonsten massiv stehende Abwehr der Pfälzer in Bedrängnis brachte.

Die spielentscheidende Szene ereignete sich bereits in der 18. Minute: Albert  Bunjaku kam im Strafraum nach einem Zweikampf mit Moise Bambara zu Fall, Referee Christian Leicher zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 0:1. Der ehemalige FSV-Spieler Mohamadou Idrissou hätte frühzeitig für klarere Verhältnisse sorgen können. Doch weder in der 28. Minute, als er freistehend an Klandt scheiterte, noch sechs Minuten später nach einem Kopfball aus fünf Metern war das Glück auf der Seite des Kameruners. Im Angriff präsentierte sich der FSV  zu harmlos und so gingen die „Roten Teufel“ nicht unverdient mit knapper Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel spielte der FSV Frankfurt wesentlich agiler und zielstrebiger. So hätte es in der 55. Minute fast mit dem Premierentor im ausgebauten Frankfurter Volksbank Stadion geklappt, doch Leckies scharfe Hereingabe von der Außenbahn verpasste Kapllani  knapp. Zum größten Aufreger des Spiels kam es keine 60 Sekunden später, als Idrissou nach einer Freistoßflanke von Michael Görlitz mit der Hand am Ball war. Doch dieses Mal blieb die Pfeife stumm. Die FSV-Fans fühlten sich bereits an das Gastspiel in Dresden erinnert, da es abermals strittige Schiedsrichterentscheidungen waren, die den FSV auf die Verliererstraße brachten. In diesen Minuten hatten die Schwarz-Blauen ihre beste Phase und drängten die Lauterer mehr und mehr in die eigene Spielhälfte zurück.

Leider gelang es dem FSV nicht, die Angriffsbemühungen konsequent zu Ende zu spielen. So fand Kaiserslautern zurück ins Spiel und hätte in der 72. Minute für die Vorentscheidung sorgen können, als Patric Klandt einen strammen Schuss von Hendrick Zuck nur abklatschen konnte, den Nachschuss von Konstantinos Fortounis aber bravourös entschärfte.

Die letzte sehenswerte Chance hatten die Gastgeber nach einer unterlaufenen Flanke des Gästekeepers Thomas Sippel, doch den Kopfball von John Verhoek konnte Marc Torrejon aus der Gefahrenzone schlagen. In den letzten zehn Minuten schaffte es der FSV nicht mehr, den Gegner entscheidend unter Druck zu setzen. Folglich schwand die Hoffnung, doch noch zum Ausgleich zu kommen. Fast hätte der eingewechselte Mimoun Azaouagh fünf Minuten vor Spielende das 0:2 erzielt, doch sein Linksschuss ging deutlich am Tor vorbei.          

FSV Frankfurt: Klandt - Huber, Schlicke, Heubach, Teixeira - Konrad, Bambara, Roshi (62. Verhoek) - Görlitz (81.Yun) - Leckie, Kapllani (89. Nefiz)

1. FC Kaiserslautern: Sippel - Dick, Torrejon, Heintz, Bugera - Borysiuk, Zellner - Zuck (89. Hajri), Baumjohann (84. Azaouagh), Bunjaku (62. Fortounis) - Idrissou

Tor: 0:1 Bunjaku (18./FE)
Gelbe Karten: Huber - Dick, Idrissou
Schiedsrichter: Leicher (Landshut)
Zuschauer: 10.470


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