Der FSV Frankfurt hat das letzte Pflichtspiel des Jahres 2012 im Berliner Olympiastadion bei Hertha BSC mit 1:2 (0:0) verloren.
Hertha BSC Berlin - FSV Frankfurt 2:1 (0:0)
Durch einen Doppelschlag in der Schlussphase (82., Ndjeng - 84., Ronny) drehte Hertha das Spiel nach der Frankfurter Führung durch Michael Görlitz.
Cheftrainer Benno Möhlmann, der unter der Woche seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängerte und mit diesem Spiel den bisherigen Zweitligatrainerrekord von Uwe Klimaschefski (419 Spiele) einstellte, änderte seine Mannschaft im Gegensatz zum Heimsieg gegen den SV Sandhausen auf zwei Positionen. Der zuletzt gelb-gesperrte Manuel Konrad und Michael Görlitz kehrten ins Team zurück, Marc Heitmeier und Jutae Yun blieben dafür vorerst auf der Bank.
Bereits nach wenigen Sekunden kam die Hertha schon gefährlich vors FSV-Tor, doch der Schuss von Peer Kluge zischte knapp am Kasten vorbei. In der fünften Minute warf sich Yannick Stark in einen Knaller des Brasilianers Ronny. Hier ging es gleich von der ersten Minute an zur Sache. Und nach 12 Minuten und 12 Sekunden legten auch schwarz-blauen FSV-Fans los, die Berliner Anhänger blieben still – Heimspiel in Berlin!
Im Laufe der Spielzeit bekam auch der FSV auf dem Platz das Spiel zusehends besser in den Griff, die Mannschaften neutralisierten sich weitgehend. Nach einer guten halben Stunde zielte FSV-Toptorjäger Edmond Kapllani nach Vorlage von Alexander Huber etwas zu hoch – sein Schuss von der 16er-Marke ging über das Ziel. Fünf Minuten darauf legte der Albaner auf Yannick Stark ab, der aus ähnlicher Position in Bedrängnis ebenfalls über das Tor schoss.
Kurz vor der Pause zeigte FSV-Keeper Patric Klandt einen Wahnsinns-Reflex, als er einen Schuss von Sami Allagui aus kürzester Distanz von der Linie kratzte. Dass die Aktion in Abseitsposition passierte, schmälert nicht die Großtat des Frankfurter Schlussmannes.
Zur zweiten Hälfte vollzog Benno Möhlmann einen „albanischen“ Wechsel: Odise Roshi kam für Landsmann Edmond Kapllani. Die größte Chance bis zu diesem Zeitpunkt für den FSV folgte gleich in der 49. Minute: John Verhoek erkämpfte sich den Ball und schickte Mathew Leckie steil in den Strafraum. Doch der Australier konnte den Ball nicht mehr an dem heraus eilenden Hertha-Schlussmann Thomas Kraft vorbeispitzeln.
Es kam aber besser: In der 55. Minute hämmerte Tim Heubach einen Freistoß aus 20 Metern in die Mauer, den Abpraller jagte Michael Görlitz zur 1:0-Führung in die Maschen. Wie vor zwei Jahren – die Bornheimer führen im Olympiastadion! In der 74. Minute torpedierte Ronny das FSV-Tor mit einem Freistoß, Klandt hielt den Ball fest! Noch 15 Minuten Ergebnis halten war angesagt…
Das ging bis zur 82. Minute gut: Dann fiel Sandro Wagner vor dem Strafraum zu Boden, Schiedsrichter Tobias Christ entschied auf Freistoß. Christ redete noch auf die FSV-Akteure ein, als Ronny blitzschnell ausführte und Marcel Ndjeng in den Strafraum schickte. Der ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und markierte den Ausgleich. Nur zwei Minuten später fuhren die Hausherren erneut einen Vorstoß, Ronny kam zum Abschluss und erzielte die 2:1-Führung. Zwei Minuten zuvor hatten die Schwarz-Blauen noch den Sieg vor Augen, aber am Ende standen Möhlmanns Mannen - wie vor zwei Jahren – wieder ohne Punkte da. Schöne Bescherung!
Hertha BSC: Kraft - Ndjeng, Lustenberger, Brooks, Bastians - Niemeyer, Kluge (80. Wagner) - Allagui (61. Kachunga), Ronny, Sahar (58. Mukhtar) - Ramos
FSV Frankfurt: Klandt - Huber, Schlicke, Heubach, Teixeira (87. Yun) - Manuel Konrad, Stark - Leckie, Michael Görlitz (83. Bambara) - Verhoek, Kapllani (46. Roshi)
Tore: 0:1 Michael Görlitz (55.), 1:1 Ndjeng (82.), 2:1 Ronny (84.)
Gelbe Karten: - Teixeira (2), Michael Görlitz, Stark (3)
Schiedsrichter: Tobias Christ (Münchweiler)
Zuschauer: 29.851
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