Drei Tage vor dem FC Barcelona gastierte der FSV Frankfurt vor 14.200 Zuschauer in der Münchener Allianz Arena.
Drei Tage vor dem FC Barcelona gastierte der FSV Frankfurt vor 14.200 Zuschauer in der Münchener Allianz Arena.
Zwei geniale Momenten führten dazu, dass der FSV verdient die drei Punkte aus München entführen konnte. Yannick Stark und Michael Görlitz erzielten in der ersten Halbzeit die beiden Tore für den FSV. Rob Friend konnte in der zweiten Halbzeit nur noch den Anschlusstreffer markieren.
Dabei musste Cheftrainer Benno Möhlmann auf den rot-gesperrten Marcel Gaus sowie auf den verletzten Zafer Yelen verzichten. Für die beiden Erfolgsgaranten der letzten Spiele rückten Mathew Leckie und Edmond Kapllani in die Startelf. Das „Verfolgerduell“ des Fünften gegen den Sechsten gestalteten beide Mannschaften von Anfang an interessant. Für den FSV Frankfurt waren es zunächst Kapllani (6.) und Leckie (9.), die jeweils den „berühmten Schritt“ zu spät kamen, für 1860 versuchte es der ehemalige Frankfurter Rob Friend artistisch mit der Hacke (5.). Nach einer guten Viertelstunde konnte das Spiel dann auch seinen ersten Torschuss vermelden: Marin Tomasov prüfte Patric Klandt aus gut zwanzig Metern. Angesichts der ausgeglichenen Spielanteile und der Chancen-Mangelware musste schon ein genialer Moment herhalten, um den FSV in Führung zu bringen: Yannick Stark schickte John Verhoek mit einem Außenrist-Pass auf die Reise, der Holländer vergab noch freistehend vor Kiraly, den Nachschuss konnte Stark dann aber selbst zur 1:0-Führung vollenden (20.). Damit traf der defensive Mittfeldspieler bereits zum dritten Mal in dieser Saison.
Die Schwarz-Blauen gewannen fortan an Sicherheit und hatten dank Michael Görlitz den nächsten genialen Moment auf ihrer Seite. Der gebürtige Nürnberger zog über die rechte Seite in die Zentrale und traf aus über 20 Metern unhaltbar ins rechte obere Eck – ein Treffer, der demnächst in der Sportschau-Kategorie „Tor des Monats“ zu sehen sein dürfte (33.). Die Sechziger fanden anschließend keinen Zugang mehr zum Spiel, das nach 45 Minuten ohne nennenswerte Torchance der Löwen und einem lautstarken Pfeifkonzert der heimischen Fans von Schiedsrichter Thorsten Schriever abgepfiffen wurde.
1860-Trainer Alexander Schmidt hatte in der ersten Halbzeit offenbar genug gesehen und schöpfte zur Pause sein Wechselkontingent zur Halbzeit voll aus. Kai Bülow, Grzegorz Wojtkowiak und Ola Kamara kamen für Daniel Halfar, Christopher Schindler und Moritz Volz. Aber es dauerte bis Mitte der zweiten Halbzeit, ehe Rob Friend wieder Torgefahr ausstrahlte. Mit einem Fallrückzieher aus halblinker Position scheiterte er aber knapp (66.).
Und so fiel der Anschlusstreffer für die Gastgeber schon überraschend. Tomasov flankte von der rechten Seite in die Mitte, Rob Friend wurde sträflich alleine gelassen und konnte deswegen unbedrängt zum Anschlusstreffer einnicken (70.). Die Münchener riskierten jetzt mehr und wurden durch Benjamin Lauth kurz nach dem Anschlusstreffer fast belohnt. Der Kapitän tauchte nach einem langen Ball frei vor Klandt auf, scheiterte aber an der starken Reaktion des FSV-Schlussmanns (73.). Der nächste Aufreger folgte sogleich: Bülow gab den Ball mit einem weiten Einwurf in die Mitte, in einem Durcheinander im Strafraum köpfte Friend den Ball an den Innenpfosten (82.). Dem FSV Frankfurt drohte ein lange Zeit dominant-geführtes Spiel auf den letzten Metern noch aus der Hand zu geben. In der dreiminütigen Nachspielzeit kam Malik Fathi aus guter Position zum Schuss, dann war es Kamara, der mit einem Volley an Klandt scheiterte.
Letztendlich schaukelte der FSV den Sieg aber doch noch über die Zeit. Somit festigen die FSV'ler ihren fünften Rang. Die Löwen können nach dieser Niederlage wohl endgültig ihre Aufstiegsträume begraben.
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