Tapferer FSV Frankfurt verliert im Bullengehege

2. Bundesliga

Zum Auftakt der Rückrunde (13.12.2015, 13:30 Uhr) führte Ex-Bullenreiter Tomas Oral sein Team an seine alte Wirkungsstätte zu RB Leipzig.

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Um in der Red Bull Arena bestehen zu können, forderte Cheftrainer Tomas Oral einhundert Prozent von jedem einzelnem Spieler. Zum aktuellen Saisonzeitpunkt läuft der Bullenmotor auf Hochtouren in Richtung Bundesliga-Aufstieg. Im Bullengehege zeigte sich der auswärtsstarke FSV Frankfurt vor 19119 Zuschauern von seiner kämpferischen Seite.

Mit einer couragierten und mutigen Präsenz des FSV Frankfurt in der Anfangsviertelstunde haben die Leipziger Hausherren nicht gerechnet und wirkten das ein oder andere Mal durchaus überrascht. Die Roten Bullen aber waren es, die die erste gefährliche Torchance zu verzeichnen hatten. Denn nur der rechte Pfosten verhinderte die 1:0-Führung durch den platzierten Schuss des 21-jährigen Dänen Yussuf Poulsen. Der FSV Frankfurt fokussierte sich auf sein Defensivverhalten, stand tief und kompakt. Mit einzelnen Vorstößen sorgte die Oral-Elf immer wieder für Entlastung. Die Hörner der Roten Bullen stumpften bis zum Halbzeitpfiff an der harten FSV-Abwehr ab und blieben trotz großen Ballbesitzes harmlos.

Unverändert ging es für die Oral-Elf aus der Halbzeit. Die Hessen knüpften im zweiten Durchgang dort an, wo sie auf aufgehört hatten: im kompakten Defensivspiel. Dieses bot dem Team von Ralf Rangnick bis zur 58. Spielminute keine Lücke. Doch dann war es Marcel Sabitzer, der nach einem missglückten Kaiser-Schuss den Ball in den Fuß bekam und den stark parierenden André Weis auf kurzer Distanz keine Chance ließ. Nur drei Minuten später erhöhte Dominik Kaiser per Seitfallzieher selbst auf  2:0. Der vom österreichischen RB-Bruder gekommene Sabitzer schraubte den Spielstand auf 3:0 in die Höhe. Als die FSV-Abwehr den Ball nicht klären konnte, nutze der Ex-Salzburger die Gelegenheit zum flachen Abschluss (67.).  Der FSV Frankfurt bewies aber erneut Comeback-Qualitäten und netzte durch FSV-Dauerläufer Fanol Perdedaj zum 1:3-Anschlusstreffer ein (69.). Zuvor verteidigte Dani Schahin die Kugel clever und legte dann im richtigen Moment auf den aufgerückten Defensiv-Sechser auf. Die Hessen warfen mit dem eingewechselten Zlatko Dedic und Shawn Maurice Barry fortan auch offensiv mehr in die Waagschale. In den Schlussminuten der Partie stellte FSV-Keeper André Weis zu Recht unter Beweis, dass er zu den vier besten Torhütern der Liga zählt. Mit seinen Rettungstaten in der 86. Minute sowie in der Nachspielzeit (90.+2) rettete Weis mit zwei tollen Reflexen den FSV Frankfurt vor einer höheren Niederlage.

Nach einem tapferen Fight müssen sich die Schwarz-Blauen erst zum zweiten Mal in dieser Saison auswärts einem Topfavoriten um den Aufstieg in Deutschlands Fußball-Beletage geschlagen geben. RB Leipzig fand bis zum Führungstreffer gegen defensiv clever agierende Frankfurter kein Mittel, um Ihre Offensivpower auszunutzen.

FSV Frankfurt: Weis – Huber (79. Barry), Gugganig, Ballas, Epstein (74. Dedic) – Konrad, Perdedaj – Pires (84. Park), Halimi, Haji Safi – Schahin. Trainer: Tomas Oral

RasenBallsport Leipzig: Coltorti – Teigl, Orban, Nukan, Halstenberg – Ilsanker – D. Kaiser – Sabitzer (79. Khedira), Forsberg (85. Jung) – Selke (46. Bruno), Poulsen. Trainer: Ralf Rangnick

Schiedsrichter: Martin Petersen

Gelbe Karten: Weis (58.) / Forsberg (44.), Teigl (47.)

Rote Karten: - / -

Tore:
0:1 Sabitzer (58.)
0:2 Kaiser (61.)
0:3 Sabitzer (67.)
1:3 Perdedaj (69.)


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