Eintracht Frauen: Alter, neuer Klassiker

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Die Vorfreude auf die erste Begegnung als Eintracht gegen Potsdam ist groß. Am Freitag kommt es im Stadion am Brentanobad zum Klassiker des deutschen Frauenfußballs, der live im TV gezeigt wird.

Legendäre Duelle, rasante Partien, torreiche Begegnungen zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam im Kampf um Meisterschaft, Pokal oder in der UEFA Women’s Champions League haben den Frauenfußball hierzulande, aber auch international geprägt und die Fans begeistert. Und es gibt keinen Grund, dass dies als Eintracht nicht mehr so sei. Am Freitag, 13. November, ist es soweit: Die Eintracht empfängt am 9. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesligasaison 2020/21 erstmals unter dem Adlerdach Turbine Potsdam um 19.15 Uhr im Stadion am Brentanobad zum „alten neuen“ Klassiker des deutschen Frauenfußballs. Auch, wenn aufgrund der aktuellen Coronalage keine Zuschauer zugelassen sind, können die Fans die Partie live verfolgen: Denn das Top-Spiel zum Auftakt Spieltages wird live bei Eurosport gezeigt und bei Magenta Sport gestreamt.

"Man kann nur von einem Highlightspiel sprechen"

Auch für Eintracht-Coach Niko Arnautis bleibt es eine ganz besondere Partie: „Aufgrund der Vergangenheit und Frauenfußballhistorie wird die Begegnung Frankfurt gegen Potsdam, egal ob als FFC oder Eintracht, völlig zu recht als deutscher Klassiker im Frauenfußball tituliert. Es werden weiterhin besondere Spiele sein, auch unter dem Dach der Eintracht. Da es sich vor diesem Spieltag auch um die Partie zwischen Tabellennachbarn handelt, kommt eine besondere Spannung dazu. Da kann man nur von einem Highlightspiel sprechen.“ Ähnlich sieht es auch Torjägerin Lara Prasnikar, die bis zum Sommer noch für Turbine auf dem Platz stand: „Schon als ich noch in Potsdam war, wurde immer viel über dieses Spiel geredet. Ich persönlich war auch immer sehr erfolgreich gegen Frankfurt. Jetzt hoffe ich, dass es genauso erfolgreich auf der Gegenseite weitergeht“, sagt die Slowenin.

Lange Erfolgstradition bei Potsdam

Sechs Titel in der DDR, sechs Meistertitel, drei DFB-Pokalsiege und zwei Champions-League-Erfolge unter Trainerlegende Bernd Schröder: Die Liste an Trophäen beim 1. FFC Turbine Potsdam ist fast so lange wie die der Frankfurterinnen. Keine Frage: Turbine würde unter ihrem neuen Coach Sofian Chahed gerne wieder oben anknüpfen und möchte auch „mindestens um Platz drei“ mitspielen, der erstmals zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, mit Berliner Unterstützung: Während der FFC Frankfurt im Sommer mit der Eintracht fusionierte, kooperiert Turbine mit der Hertha BSC für zunächst drei Jahre. Auf dem Platz läuft es nach dem Umbruch im Sommer ganz gut, bis auf die beiden deutlichen Niederlagen gegen die Bayern (0:3) und Wolfsburg (0:5) zuletzt in der Liga. Zudem ist die Verletztenliste lang. Anna Gerhardt, Mieke Schiemann, Lara Schmid, Marie Höbinger und Lena Uebach fielen oder fallen alle lange aus. „Potsdam ist gut in die Saison gekommen und hat Spiele für sich entschieden, die 50:50 waren und in beide Richtungen hätten ausgehen können“, erklärt Niko Arnautis: „Turbine spielt einen aggressiven und zielstrebigen Fußball, das Team ist ähnlich aufgestellt wie wir.“

Die Bilanz zwischen beiden Rivalen ist recht ausgeglichen: 44 Begegnungen in der Liga, davon entfallen 18 Siege für die Hessinnen und 17 Niederlagen. Bei den vergangenen zwei Begegnungen zwischen dem FFC und Turbine fielen beim 3:2 zum grandiosen Auftakt der vergangenen Jubiläumssaison und der emotionalen, knappen 3:4-Niederlage in der Rückrunde jede Menge Tore. Jeweils vier dieser sechs Tore erzielten zwei Spielerinnen, die seit dieser Saison gemeinsam auf dem Platz stehen: Laura Freigang und die Ex-Potsdamerin Lara Prasnikar.

Ex-Turbine Lara Prasnikar ist wieder fit

Diese ist nach ihrer coronabedingten Quarantäne in Slowenien wieder pünktlich zum Duell gegen ihren alten Verein fit und hofft, dass ihr neuer Klub mit einem Sieg an Potsdam vorbeizieht: „Am Freitag wird es auf jeden Fall ein schweres und spannendes Spiel für uns. Wichtig ist, dass wir konzentriert sind und Potsdam zeigen, dass wir die drei Punkte bei uns behalten wollen. Dafür werden wir alles geben, hoffentlich werden wir am Ende erfolgreich sein und in der Tabelle auf Platz drei springen!“

Sandrine Mauron fehlt der Eintracht

Bei den Adlerträgerinnen fehlen neben Saskia Matheis, Letícia Santos und Lea Schneider auch Sandrine Mauron. Die Schweizer Mittelfeldspielerin zog sich in Duisburg einen Anriss des Innenbandes im Knie zu und fehlt der Eintracht einige Wochen. Trotzdem bleibt Niko Arnautis zuversichtlich und freut sich auf die kommenden Herausforderungen: „Wir sind nach der Länderspielpause gut wieder reingekommen, nachdem wir in der Liga nicht so gute Ergebnisse erzielt hatten. Das 8:0 im DFB-Pokal und der deutliche Sieg in Duisburg haben gezeigt, dass wir wieder in der Spur sind. Das gibt uns wieder Selbstvertrauen, um die anspruchsvollen Wochen mit Topspielen gegen Potsdam, Wolfsburg und München mutig anzugehen. Das sind die Highlightspiele, auf die sich jede Fußballerin freut. Dafür spielen wir Fußball.“

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