Eine Frau zur Trainerin einer Herrenmannschaft zu ernennen ist im deutschen Profifußball ein Novum und wird in der kommenden Saison definitiv zu einer interessanten Story werden. Nicht nur die Fans des FC Ingolstadt werden gespannt auf die Erfolge blicken, die Wittmann erreichen wird. Aber wer ist Sabrina Wittmann eigentlich und warum wurde sie zur Cheftrainerin ernannt? Der folgende Artikel bietet die Antworten.

Sabrina Wittmann – ein Schanzer durch und durch

Viel mehr Schanzer geht nicht! Sabrina Wittmann wurde 1991 in Ingolstadt geboren und war als Spielerin selbst für den FC Ingolstadt tätig. Mit ihrem Team gelang ihr schon 2012 der Aufstieg in die Frauen-Bundesliga. Früh erkannte Wittmann zudem ihre Leidenschaft für das Coaching. Bereits 2008 machte sie erste Erfahrungen und wurde als Co-Trainerin eines Middle-School-Teams in den USA aktiv. 2012 wurde Wittmann parallel zu ihrer Laufbahn als Spielerin Trainerin der Ingolstädter U15 Frauen. Ihre Tätigkeit als Trainerin setzte sich auch in den folgenden Jahren fort, wobei sie sich vor allem im Nachwuchsbereich des FC Ingolstadt 04 engagierte und dort wertvolle Erfahrungen sammelte.

Ernennung zur Interimstrainerin während der Saison 2023/2024

In den Fokus der Öffentlichkeit rückte Wittmann schließlich während der Drittliga-Saison 2023/2024. Am 36. Spieltag übernahm sie das Herren-Team und wurde somit zur ersten Trainerin im deutschen Profifußball. Der Grund für ihre Ernennung waren die schwachen Ergebnisse der Schanzer unter dem vorherigen Cheftrainer Michael Köllner.

Überraschenderweise schaffte es Wittman, in ihren ersten drei Spielen direkt zu überzeugen. Die Ingolstädter blieben in diesen ungeschlagen und schafften es, fünf Punkte zu sammeln. Ganz besonders beeindruckend war dabei natürlich der 6:1-Erfolg gegen den VfB Lübeck am 11. Mai 2024. Dieser unterstrich Wittmans offensive Philosophie und lässt die Fans der Bayern hoffen, dass es in der nächsten Saison mit dem Team endlich wieder bergauf geht.

Wittmans Trainerphilosophie – spielerische Freiheiten, Offensivfußball und Mut zum Risiko

Wittmann war vor ihrer Ernennung zur Cheftrainerin für die Ingolstädter Herren U19 verantwortlich und hatte sich dort als eine Trainerin einen Namen gemacht, die für Offensivfußball, spielerische Freiheiten und Mut zum Risiko steht. Es ist davon auszugehen, dass sie diesen Ansatz auch in der kommenden Saison pflegen wird.

Für die Fans der Ingolstädter wird dies viele unterhaltsame Spiele zur Folge haben. Wie erfolgreich das Team mit diesem Ansatz sein wird, ist dabei aber natürlich noch völlig unklar. Blickt man auf die Welt der Online-Wetten, so stellt man schnell fest, dass die meisten Buchmacher noch nicht davon überzeugt sind, dass die Ingolstädter bald Spitzenleistungen bringen werden. Natürlich bietet diese Ausgangslage aber auch attraktive Quoten für Wettbegeisterte, die Vertrauen in das Konzept der neuen Cheftrainerin haben. Besonders empfehlenswert sind in diesem Zusammenhang Wetten auf Torerfolge. Wie das beeindruckende 6:1 gegen den VfB Lübeck bereits gezeigt hat, könnte es sich lohnen, auf eine hohe Anzahl erzielter Tore zu setzen.

Der FC Ingolstadt als Aufstiegskandidat: Wunschtraum oder Wirklichkeit?

Der FC Ingolstadt ist vielen Fußball-Fans noch aus der 1. Bundesliga bekannt. 2015 schafften die Schanzer den Aufstieg und spielen daraufhin in der Saison 2015/2016 sowie 2016/2017 in der höchsten deutschen Spielklasse. Nach einer sehr starken ersten Saison (11. Platz) schafften es die Schanzer leider nicht, die Klasse zu halten und stiegen in Folge in die 2. Bundesliga ab. Leider endete die Talfahrt des Teams damit nicht. Schon in der zweiten Saison in der 2. Bundesliga stiegen die Schanzer erneut ab. In der Folge entwickelte sich der FC Ingolstadt zu einer „Fahrstuhl-Mannschaft“. In der Saison 2020/2021 gelang der Wiederaufstieg über die Relegation, nur um dann als Tabellenachtzehnter direkt erneut in die dritte Liga abzusteigen.

Klar ist, dass es der Anspruch des Vereins ist, sich langfristig in der 2. Bundesliga zu etablieren. Dieser Anspruch ist auch der Grund, warum Sabrina Wittmann zur Trainerin ernannt wurde. Die Ergebnisse unter Michael Köllner (8. Platz 2022/2024) und Tabellen-Mittelfeld bis zur Übernahme von Wittman reichten dafür einfach nicht aus.

Problematisch ist angesichts der hohen Ansprüche, dass der Kader des FC Ingolstadt aktuell nicht wirklich den Ansprüchen eines potenziellen Aufsteigers entspricht. Experten sehen den Kader als durchschnittlich an, was wiederum auch erklären würde, warum es Wittmans Vorgänger nicht schaffte, mit dem Team bessere Ergebnisse zu erzielen.

Andererseits wird sich der „frische Wind“, der sich mit dem Trainerwechsel im Team breitgemacht hat, sicherlich positiv auf die Ergebnisse auswirken und auch die Attraktivität des Teams am Transfermarkt erhöhen. Schaffen es die Schanzer zwei bis drei gute Transfers zu tätigen, könnte das „Projekt Wittman“ zu der Erfolgsgeschichte der neuen Drittliga-Saison schlechthin werden. Wir drücken die Daumen!

Bald mehr Cheftrainerinnen im deutschen Profi-Fußball?

Blickt man auf Sabrina Wittmans bemerkenswerten Aufstieg, stellt man sich zu Recht die Frage, ob es in Zukunft noch mehr Cheftrainerinnen geben wird. Die Antwort auf diese Frage ist ein klares Ja. Angesichts der Entwicklung der Gesellschaft zu mehr Offenheit gibt es einfach keinen Grund mehr, Frauen vom Traineramt auszuschließen. Am Ende sollte schließlich einfach nur das Können für die Trainerwahl entscheidend sein.

Zudem zeigen die vielen männlichen Trainer im Frauenfußball, dass es kein Problem ist, wenn der Trainer ein anderes Geschlecht hat als die Spieler. Gleichzeitig ist jedoch aber auch klar, dass die Anzahl der Trainerinnen im Profifußball auch stark davon abhängen wird, wie gut sich Wittmann beim FC Ingolstadt schlägt. Wenn sie in dieser Rolle Erfolg hat, wäre es denkbar, dass sich schon bald auch Erstligisten für die Trainerin interessieren könnten.


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