Verbandsliga Süd: Bruchköbel gewinnt 2:1 in Fürth

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Die SG Bruchköbel punktet in der Fußball-Verbandsliga Süd nicht nur wie eine Spitzenmannschaft, inzwischen spielt sie auch so.

VORSPRUNG - Anruf genuegt

FC Fürth - SG Bruchköbel 1:2 (1:2)

Beim FC Fürth gewann die Mannschaft von Trainer Thorsten Peters am Mittwochabend 2:1 (2:1) und lieferte dabei eine überzeugende erste und eine abgebrühte zweite Halbzeit ab. Letztlich sprangen drei Punkte dabei heraus, wie bei Spitzenmannschaften eben.

„Wir befinden uns weiterhin in der Bestätigungsphase der vergangenen Saison“, denkt Peters aber auch nach dem neuerlichen Erfolg nicht über eine Korrektur der Saisonziele nach. Zumindest in dieser Spielzeit werde sich daran auch nichts mehr ändern. „Jeder Spieler muss sich selbst neue Ziele setzen. Jeder muss mehr Punkte als die 44 in der vorherigen Saison erreichen wollen oder selbst zu mehr Einsatzzeit kommen“, befindet sich die Mannschaft, die einen Altersdurchschnitt von nur 20,8 Jahren aufweist, laut Petersweiterhin in einem Lernprozess. „Das Team muss sich finden. Sollte das weiterhin so gut laufen, könnten wir dann in der nächsten Saison über neue Ziele reden“, erklärt der SGB-Coach.

Derzeit spricht allerdings nichts für einen vorzeitigen Abbruch der Erfolgsserie. In Fürth hatte Bruchköbel von Beginn an das Heft in der Hand und kam mit viel Ballbesitz auch gut in die Begegnung. Umso überraschender dann der Führungstreffer für die Hausherren. Simon Eckert hämmerte einen Freistoß aus 30 Metern in Richtung Tor, SGB-Torhüter Daniel Soldevilla Barranco war mit den Fingerspitzen dran, konnte den Gegentreffer aber nicht verhindern. „An guten Tagen hält er den“, wollte Peters seinem Schlussmann aber keine Schuld geben.

Zumal die Antwort seiner Mannschaft nicht lange auf sich warten ließ. Erdogan wurde an der Strafraumgrenze von Türkay gefoult, Schiedsrichter Weickenmeier (Mühlheim) entschied völlig zu Recht auf Strafstoß. Patrick Gischewski ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 1:1 für Bruchköbel (25.). Damit waren die Gäste nicht nur wieder im Spiel zurück, sie dominierten es auch. Und das machte sich gleich bezahlt. Nach einer herrlichen Ballstafette mit mehreren Doppelpässen vollendete Erdogan in der 35. Minute zum 2:1.

In der Pause blieb Peters dann ganz cool: „Wir wussten genau, dass sie gegen unser System mit Flachpässen nichts erreichen können. Lediglich bei Eckbällen und Freistößen war Fürth gefährlich und so kam es dann auch.“ So richtig zittern musste er aber auch da nicht, ein Fernschuss kurz vor Schluss war letztlich noch die beste Chance für die Gastgeber im zweiten Abschnitt. Auf der Gegenseite verpasste Erdogan das 3:1 und damit eine frühzeitige Entscheidung.

Trainer Peters war aber natürlich dennoch hochzufrieden und verteilte diesmal sogar Sonderlob: „Wie Schultheis und Gischewski in der Mitte dominiert haben, war unglaublich“, sei letztlich aber wieder die kollektive Stärke seines Teams das Erfolgsgeheimnis gewesen. Am kommenden Wochenende ist Bruchköbel nach dieser vorgezogenen Paarung spielfrei, eine Woche später gastiert dann am 23. September Tabellenführer Sportfreunde Seligenstadt bei der SGB. Ein echtes Spitzenspiel, auch wenn’s Thorsten Peters nicht gern hören wird.

Fürth: Schmitt – Eckert, Türkay, Zeiss, Bauer, Zingle (76. Meister), Bachert, Kneissl, Kaffenberger, Ihrig (62. Ester), Stöckmann.
Bruchköbel: Soldevilla Barranco – Schnobl (57. Barthelmie), Goldmann, Gischewski, Schultheis, Dickerhoff, Nyman, Blocher, Erdogan (90. Kaminski), Telci, Beljan (79. Schunck).
Schiedsrichter: Weickenmeier (Mühlheim).
Zuschauer: 150.
Beste Spieler: Eckert (F) – Gischewski, Schultheis (B).
Tore: 1:0 (13.) Eckert, 1:1 (25./FE) Gischewski, 1:2 (35.) Erdogan.

 


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