Testspielderby: Eintracht gewinnt 1:0 beim FSV

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Im mit Spannung erwarteten Freundschaftsderby zwischen dem FSV Frankfurt und Eintracht Frankfurt setzte sich der Erstligist knapp mit 1:0 (0:0) durch.

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Das entscheidende Tor schoss der erst 18 Jahre alte Joel Gerezgiher nur wenige Sekunden nach der Pause.

Beide Teams begannen die Partie sehr verhalten und tasteten sich in der Anfangsphase zwischen den beiden Strafräumen ab. Dennoch wäre den Schwarz-Blauen nach acht Minuten mit der ersten Chance beinahe die Führung gelungen. Der Eckball von Vincenzo Grifo wurde von Zafer Yelen am kurzen Pfosten ins Zentrum verlängert. Dort köpfte Alexander Huber, der einst mit der Eintracht in die Bundesliga aufgestiegen war, nur knapp über das von Felix Wiedwald gehütete Tor. Ansonsten sahen mehr als 4.500 Zuschauer viel Leerlauf in einem Spiel, dem man anmerkte, dass beide Teams im Vergleich zu den letzten Pflichtspielen von ihren Übungsleitern auf einigen Positionen umgestellt worden waren.

Sören Pirson im FSV-Tor musste erstmals in der 10. Minute eingreifen, als Takashi Inui SGE-Neuzugang Slobodan Medojevic in die Tiefe schickte und dieser das Spielgerät nicht mehr ganz erreichen konnte. Die erste richtig gute Chance der Gäste hatte dann Inui selbst. Der Japaner drang über die rechte Seite in den Strafraum ein und visierte mit seinem Abschluss die linke Torecke an. Wieder erwies sich Pirson als sicherer Rückhalt und parierte den Schuss des quirligen Japaners (23.). Ansonsten verlebte der Ersatzmann von Patric Klandt, wie auch sein Gegenüber Wiedwald bis zum Seitenwechsel einen ruhigen Abend. Bei Schüssen von Zlatko Dedic (25.) und Manuel Konrad (45.) musste der Gästekeeper nicht eingreifen. Zur Pause wechselten beide Mannschaften: Auf FSV-Seite kamen Fabian Burdenski, Mario Engels und Sofian Chahed ins Spiel. Gästetrainer Schaaf gab Timothy Chandler und Marco Russ die Chance sich in Abwesenheit einiger Nationalspieler zu zeigen.

Die zweite Halbzeit begann wesentlich rasanter und hatte schon nach 39 Sekunden das zu bieten, worauf die Fans schon im ersten Durchgang gehofft hatten – ein Tor. Vaclav Kadlec bediente aus dem Zentrum den freien Joel Gerezgiher, der sich frei vor Pirson nicht zweimal bitten ließ und humorlos zum 0:1 traf. Die kurz anhaltende Schockstarre der Hausherren hätte Medojevic fast zum zweiten Treffer der Eintracht genutzt, sein Abschluss aus knapp elf Metern geriet aber zu zentral, so dass Pirson abermals parieren konnte (49.). Die nächste Gelegenheit ergab sich erst zwanzig Minuten später, als Grifo mit seinem Schlenzer, der knapp rechts am Tor vorbeiging, für ein Raunen sorgte. Im Anschluss an die vergebene Gelegenheit wechselte Möhlmann die verbleibenden Ersatzspieler Florijon Belegu, Markus Ballmert und Sofian Chahed ein. Für Alexander Bittroff, Faton Toski und Grifo war der Arbeitstag dagegen beendet. Der nun endgültig drohende Verlust des Spielflusses trat dann aber doch nicht ein. Im Gegenteil: Die Schwarz-Blauen hatten noch drei gute Ausgleichsmöglichkeiten durch Dedic (81., 90.) und Mario Engels, dessen geschickter Schlenzer knapp links vorbei ging (83.). Auf der Gegenseite reagierte Pirson abermals stark gegen den Schuss von Kadlec (82.).

Für beide Mannschaften geht es am kommenden Wochenende wieder um Punkte in den Pflichtspielen der Ersten und Zweiten Bundesliga. Der FSV reist am Freitag (18:30 Uhr) zum 1. FC Kaiserslautern, am Sonntag empfängt die Eintracht den FC Augsburg (15:30 Uhr).

FSV Frankfurt: Pirson – Huber (46. Engels), Balitsch, Beugelsdijk, Bittroff (70. Belegu) – Konrad, Kruska (46. Burdenski), Toski (70. Ballmert), Grifo (70. Azaouagh) – Yelen (46. Engels), Dedic.
Eintracht Frankfurt: Wiedwald – Kinsombi (46. Chandler), Anderson (46. Russ), Madlung, Oczipka – Flum, Medojevic, Piazon, Inui, Gerezgiher – Kadlec.
Schiedsrichter: Dietz (Kronach).
Zuschauer: 4.516.
Tor: 0:1 Gerezgiher (46.).


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