Zwischen Millionenstädten und endloser Natur

Gelnhausen
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Eine Woche vor Beginn der Herbstferien hat für 20 Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen in Gelnhausen der Schüleraustausch mit dem Champlain College in Kanada begonnen.

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Bereits zum dritten Mal hatten deutsche und kanadische Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren die Gelegenheit, ihren Alltag zu Hause gegen zwei spannende Wochen jenseits des Atlantiks einzutauschen.

Bevor die Gelnhäuser, die von den beiden Lehrkräften Frau Link und Herrn Trittel begleitet wurden, auf ihre kanadischen „Buddies“ trafen, verbrachten sie zunächst eine Nacht und einen Tag in Montreal, dem Zielflughafen des Hinfluges. So konnte der Jetlag ein wenig überwunden und gleichzeitig ein erster Eindruck von den gewaltigen Dimensionen des Landes gewonnen werden. Von dem Observatoire Place Ville Marie aus hatte man eine Rundumsicht auf die Millionenstadt und den gewaltigen Sankt-Lorenz-Strom, der der Gruppe noch einige Male auf ihrer Reise begegnen sollte. Am Nachmittag ging es dann endlich in das rund eineinhalb Stunden entfernte Sherbrooke zum Champlain College.

Dort wurden die Deutschen herzlich von ihren Austauschpartnern und den beiden Organisatoren auf kanadischer Seite, Frau Mainka und Herrn Fortin Veilleux, mit selbst gekochtem Chili sin Carne begrüßt. Ebenfalls eingeladen waren die Gastfamilien. So konnte man sich im Rahmen einer gemeinsamen Mahlzeit kennenlernen und schon bald entwickelten sich rege Gespräche zwischen den Beteiligten. Hier zeigte sich schnell, dass es sich bei Sherbrooke um eine englischsprachige Enklave im sonst französischsprachigen Quebec handelt.

In den folgenden zehn Tagen hatten die Lernenden viel Gelegenheit, in die Kultur, Geschichte und den Lebensalltag der Kanadier einzutauchen. Neben dem Besuch von Lehrveranstaltungen am College wurden Ausflüge z. B. nach Quebec City, der Provinzhauptstadt, unternommen und es gab ein Treffen mit Nachfahren der indianischen Urbevölkerung. Hier erfuhr die Gruppe mehr über die Geschichte und das heutige Leben der „First Nation Peoples“. Des Weiteren ergab sich die Gelegenheit, an dem landesweiten „Orange Shirt Day“ teilzunehmen. Hierbei wurde des Schicksals der indianischen Kinder in den sogenannten „Residential Schools“ gedacht.

Auch ein gemeinsames Training mit der Damen-Basketballmannschaft des Colleges sowie der Fußballmannschaft war möglich. Letzteres wurde natürlich von den mitgereisten Hobbyfußballern aus dem Main-Kinzig-Kreis gerne angenommen. Im Anschluss war das unterschiedliche Spielverständnis der Nordamerikaner Gesprächsthema. Insgesamt zeigten sich die Austauschschülerinnen und -schüler begeistert von dem hohen Stellenwert, den der Sport am College hat.

Nach zehn Tagen war es dann Zeit, vorerst Abschied von den kanadischen Freunden zu nehmen, was nach einer solch intensiven Zeit sehr schwerfiel. Der letzte Teil der Reise führte die Gelnhäuser entlang des Sankt-Lorenz-Stroms nach Toronto, der mit 2,7 Millionen Einwohnern größten Stadt Kanadas. Toronto, das im englischsprachigen Ontario liegt, erlaubte den Schülerinnen und Schülern einen weiteren Aspekt Kanadas zu erfahren, nämlich den der multikulturellen Einwanderernation. Von dort aus besuchte man auch die gewaltigen Niagarafälle, bevor es dann am 6. Oktober mit vielen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck wieder zurück nach Deutschland ging.

Nun freuen sich die je 10 Schülerinnen und Schüler darauf, ihre „Buddies“ im Mai nächsten Jahres in Gelnhausen wiederzusehen und ihnen für zwei Wochen ihre Heimat zeigen zu können.

Foto: Basketball mit den Cougars (graue Trikots).

Foto: Orange Shirt Day.

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