Finanzielle Unterstützung für neue Schulform

Gelnhausen
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Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, dass viele Schüler:innen bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz angeleitet und unterstützt werden.

Da diese Unterstützung neben engagierten Lehrkräften in einer Schule auf finanzielle Hilfe, gerade für professionelle Angebote aus der Wirtschaft, angewiesen ist, beantragten die Beruflichen Schulen die Förderung des Projektes bei der Main-Kinzig- und Oberhessen-Stiftung. Tatsächlich fand im Mai die Übergabe einer erheblichen Summe durch Norbert Ross von der Stiftung an die Verantwortlichen der Schule, den Schulleiter Rainer Flach und den zuständigen Abteilungsleiter, Dr. Klaus Adam, im Rahmen einer kleinen Feierstunde statt. Mit ihrem Leitsatz „Menschen aus der Region für Menschen in der Region“ zeigt die Stiftung nicht nur die Verbundenheit mit dem Main-Kinzig-Kreis, sondern stellt sich auch der Herausforderung des demographischen Wandels und besonders dem aufkommenden Fachkräftemangel.

Im Schuljahr 2021/22 wurde an den Beruflichen Schulen Gelnhausen eine neue Schulform etabliert, die „Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung“. In dieser Schulform können Schüler:innen ohne Abschluss und mit (qualifizierendem) Hauptschulabschluss, die am Ende einer 9- oder 10-jährigen Schullaufbahn noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, in verschiedenster Weise gefördert werden. Dabei steht die Verbesserung der Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden oder gar die Vermittlung in eine Ausbildung, an erster Stelle. Dieses „Übergangssystem“ hat sich zum Ziel gesetzt, die teilnehmenden Jugendlichen durch zahlreiche, z.T. an Schulen nicht gerade alltägliche Aktionen und Projekte, in der Ausbildungsreife zu fördern und ggf. notwendige Abschlüsse (Haupt- oder Realschulschulabschluss) zu erarbeiten.

Neben den üblichen Unterrichtsfächern, wie Mathematik und Deutsch, erproben sie in den Werkstätten verschiedene, an den Beruflichen Schulen Gelnhausen angebotene Berufsfelder, um einen Eindruck von den verschiedenen Berufen zu erhalten und ein Interesse an einer entsprechenden Ausbildung zu wecken. Derzeit stehen Plätze in Metalltechnik, Sozialwesen, Pflege/Gesundheit, Ernährung und Gastronomie, Farb- und Raumgestaltung, Bautechnik, Handel, Büromanagement und Körperpflege zur Verfügung. Weiterhin werden aktuelle Bewerbungstechniken und Verhaltensregeln vermittelt. In mehrtägigen Fortbildungen arbeiten die Beruflichen Schulen mit dem Jugendbildungswerk des Main-Kinzig-Kreises zusammen, um die verschiedenen Stufen des Bewerbungsverlaufs – von der Stärkeanalyse bis zum Vorstellungsgespräch – zu proben. Eine weitere Unterstützung bietet die Aktion „Mein mutiger Weg“, bei der Schüler:innen vor allem einen Motivationsschub zur Gestaltung der eigenen Laufbahnwünsche erhalten. Coaching-Angebote von Profils dienen der Persönlichkeitsbildung und Verbesserung einer positiven Grundeinstellung.

Diese und weitere Bausteine bilden die Grundlage für den Erfolg des „Übergangs in Ausbildung“, an der auch ein multiprofessionelles Team von Lehrkräften unter Leitung des Abteilungsleiters, Dr. Klaus Adam in Zusammenarbeit mit einem Organisationsteam aus den Lehrerinnen Patricia Grendel, Susanne Fay und Kathrin Hellmuth und den Sozialpädagoginnen Melanie Graßmann und Katharina Würz beteiligt sind. Mit den Finanzmitteln der VR-nahen Main-Kinzig- und Oberhessen-Stiftung ist es nun möglich, ein mehrstufiges Seminar zur Motivation, Lizenzen für eine umfangreiche Bewerbungsplattform, aktuelle weiterführende Literatur und die Ergänzung der Spiele-Ausrüstung für Soziales- und Konzentrations-Training anzuschaffen und somit das Repertoire für die Unterstützung der Schüler:innen erheblich zu erweitern.

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