Fair genießen und Gutes tun

Gelnhausen

Im Rahmen der bundesweiten Fairen Wochen haben die Beruflichen Schulen Gelnhausen als zertifizierte Fair-trade-Schule erneut ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und soziales Engagement gesetzt.

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Mit vielfältigen Projekten und Aktionen machten Schülerinnen und Schüler auf die Bedeutung des fairen Handels aufmerksam – und zeigten zugleich, wie Genuss und Solidarität Hand in Hand gehen können.

Ein Highlight gestaltete die Klasse der Auszubildenden im 2. Ausbildungsjahr zum Verkäufer bzw. Einzelhändler. Sie organisierten einen Pausenverkauf, bei dem Hotdogs, Waffeln mit fair gehandelten Toppings sowie erfrischende Fairtrade-Getränke angeboten wurden. Das Projekt fand bei der gesamten Schulgemeinschaft großen Anklang. Der Erlös aus der Aktion wird an den Verein Hand-in-Hand für schwerst- und krebskranke Kinder e.V. gespendet. Damit verbindet die Schülerschaft die Förderung fairer Handelsstrukturen mit einer unmittelbaren Unterstützung für Familien in schwierigen Lebenssituationen – ein doppeltes Zeichen von Solidarität.

Im Anschluss an ein Projekt mehrerer Einzelhandelsklassen, bei dem Werbepläne für faire Produkte aus dem Weltladen Gelnhausen erstellt wurden, die künftig in der Schülerfirma aufgenommen werden sollen, hat sich auch das Berufliche Gymnasium angeschlossen. Im Schwerpunktbereich Ernährung wurden die fair gehandelten Produkte zunächst verkostet, um auf dieser Grundlage objektiv zu entscheiden, welche Produkte in das Sortiment der Schülerfirma übernommen werden. So konnte wertvolles Feedback für die Schülerfirma gesammelt werden und den Schülerinnen und Schüler wurde bewusst, dass jeder Einzelne mit seiner Kaufentscheidung Verantwortung übernimmt und einen Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit leisten kann. Damit schließt sich der Kreis: Das Thema Nachhaltigkeit ist nicht nur fester Bestandteil des Rahmenlehrplans im BG Ernährung, sondern erfährt auch eine praxisnahe Verknüpfung mit den Projekten anderer Bildungsgänge.

Auch in anderen Schulbereichen wurde die Faire Woche kreativ genutzt. Ein fester Bestandteil des Schwerpunktunterrichts an der Berufsfachschule im Übergang zur Ausbildung (BÜA) sind projektorientierte Unterrichtsformen. Im Schwerpunkt Handel unter der Leitung von Herrn Hartmann haben sich die Schülerinnen und Schüler das Ziel gesetzt, einen eigenen Online-Shop zu planen (Themenfeld 14). Um die Finanzierung des Projekts zu sichern, wurden sie erfinderisch und organisierten kurzerhand einen Waffelverkauf mit fair gehandelter Schokoladencreme. „Die ersten Eigenmittel zur Umsetzung des Projekts sind geschafft!“, freut sich Schülerin Pia über das starke Gruppenergebnis in der Fairen Woche.

"Doch nicht nur die Schülerinnen und Schüler, auch die Lehrkräfte werden aktiv eingebunden. Im Lehrerzimmer stehen faire Produkte wie Kaffee, Schokolade und Getränke bereit, die den Alltag genussvoll und nachhaltig bereichern. Darüber hinaus können die Lehrkräfte in ihrem Unterricht auf vielfältige Materialien zurückgreifen: von fair gehandelten Bällen im Sportunterricht über ein spannendes Escape-Game zum Thema Fairtrade bis hin zu Projekten rund um den ökologischen Fußabdruck. So wird das Thema ganzheitlich in den Schulalltag integriert und bleibt nicht nur auf einzelne Aktionen beschränkt. Die Fairen Wochen an unserer Schule machen deutlich: Fairer Handel beginnt im Kleinen – in der Pause, im Klassenzimmer, auf dem Schulhof – und hat doch eine große Wirkung, wenn alle mitmachen", heißt es abschließend aus der Schule.

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