Durch den frühen Tod des Vaters im Jahre 1940 war er gezwungen bereits in jungen Jahren Verantwortung sowohl für sich selbst, als auch für andere zu übernehmen. Daraus ist die innere Überzeugung gewachsen, dass jeder Bürger im Rahmen seiner Möglichkeiten einen aktiven Beitrag für die Gesellschaft leisten sollte. Radikale und von Glaubenssätzen geprägte, unvernünftige Lösungen waren ihm als Teil der „skeptischen Generation“ dabei fremd. Durch den Einfluss politischer Persönlichkeiten wie Theodor Heuss, unter anderem mit seinem Ausspruch „Demokratie braucht Demokraten“, hat diese Generation die politische Erziehung der Jugendjahre überwunden und ist zu überzeugten Verfechtern des demokratischen Rechtsstaates geworden.

Dr. Gerhard Morlock ist auch deshalb im Jahr 1972 in die FDP eingetreten, um sich dort vor allem in seinem unmittelbaren Lebensumfeld, in der Kommunalpolitik, zu engagieren. Dabei hat er über viele Jahre verschiedene Positionen und Funktionen in kommunalen Gremien und in der Partei bekleidet. Ab 1974 übernahm er verschiedene Funktionen im Vorstand der FDP Hanau und des Main-Kinzig-Kreises. Mit Bildung des Main- Kinzig-Kreises im Jahre 1974 wurde er in den Kreistag gewählt, dem er bis 1987, zuletzt in der Funktion als Vorsitzender der FDP-Fraktion, angehörte.

Dabei hat Morlock einen entscheidenden Beitrag zu Verhinderung der „Thermoselect“ –Müllerverschwelungsanlage in Hanauer Hafen geleistet und die Einrichtung der Psychiatrie im Klinikum Hanau angestoßen. Über lange Jahre hat er sich auch gegenüber der Landesregierung in Wiesbaden für die Sanierung der Anlagen des Kurhauses Wilhelmsbad eingesetzt. Durch seinen Beitrag konnte eine Kooperation des Klinikum Hanau und dem St. Vinzenz Krankenhaus verhindert werden, die zur Folge gehabt hätte, dass Schwangerschaftsabbrüche für Frauen in Notlagen in Hanau nicht mehr hätten durchgeführt werden können. Darüber hinaus war Dr. Gerhard Morlock entscheidend an der Gründung der Brüder-Grimm-Berufsakademie und damit verbunden, an der Sicherung der Zeichenakademie beteiligt. Er hat die Schulkooperation im Bereich der Gymnasien zwischen Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis angeregt, die dann von den zuständigen Dezernenten erfolgreich umgesetzt wurde. Auf seine Initiative ist die strategische Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung der Stadt Hanau zurückzuführen. Im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs hatte er eine Öffnungsklausel für die mögliche Bebauung der Westseite des Freiheitsplatzes, des ehemaligen Parkplatzes, durchgesetzt, die dann später in die Ausschreibung des wettbewerblichen Dialogs übernommen wurde. Außerhalb der politischen Tätigkeit war Morlock als langjähriges Mitglied im Vorstand des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs Hessen e. V. tätig.

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