Stiftungsmitglieder haben Gutscheine im Wert von 29.500 Euro verteilt

Großauheim

In Hanaus Stadtteil Großauheim gibt es eine ganz besondere Währung - die "Edi-Petry-Euros".

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petry stiftungpetry stiftung1Das sind Gutscheine im Wert von zehn , 25 und 50 Euro, die Mitglieder der Edi-Petry-Stiftung einmal im Jahr an Bedürftige, Behinderte und Kranke in Großauheim verteilen. Diesmal kamen 29.500 Euro zusammen. Noch bis 30. März können die "Petry-Euros" in 16 Geschäften und Apotheken in Großauheim eingelöst werden.

Der Initiator und Namensgeber der Stiftung, Eduard Petry, der im Oktober 2011 gestorben ist, war jahrzehntelang einer der Überbringer der Gutscheine, die ihn vielen Haushalten schon sehnsüchtig erwartet werden. Er hatte vor mehr als 40 Jahren die Aktion Armen- und Krankenhilfe ins Leben gerufen, mit der er Spenden sammelte und Bedürftigen in Großauheim unbürokratisch half. Als er aus gesundheitlichen Gründen Ende der 90er Jahre nicht mehr in der Lage war, die Arbeit in der bisherigen Form fortzuführen, wurde zum 1. Januar 1998 die kommunale Edi-Petry-Stiftung Großauheim gegründet, die die Aufgaben seither weiterführt.

Wenn die Stiftungsmitglieder vor der Tür stehen und die Gutscheine überreichen, fließen schon mal Tränen der Dankbarkeit. "Endlich kann ich meinen Kindern ein paar warme Stiefel kaufen", freut sich eine alleinerziehende Mutter. Eine ältere Dame mit kleiner Rente spart schon lange auf einen Wintermantel. "Jetzt habe ich genug Geld zusammen", sagt sie. Diese Geschichten kennt Oberbürgermeister Claus Kaminsky nur allzu gut. "Armut findet oft im Verborgenen statt", weiß der gebürtige Großauheimer, der Vorsitzender des Stiftungsbeirats ist. Er sei dankbar, "dass es Menschen gibt, die genau hinhören und hinschauen, um die Not zu entdecken und dazu beitragen, sie ein wenig zu lindern." Auf die Edi-Petry-Stiftung, eine Institution in Großauheim, sei dabei stets Verlass. Auch nach Jahrzehnten würden ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter nicht nachlassen in ihrem Bemühen, Bedürftigen, Behinderten und Kranken zu helfen. Diese besondere Tradition sei fest verwurzelt im Stadtteil und werde nicht nur von Einzelspenderinnen und -spendern, sondern auch von Firmen und Geschäftsleuten unterstützt. "Mit Mitgliedsbeiträgen alleine", so Kaminsky, "könnten wir nicht jedes Jahr fast 30.000 Euro ausgeben".

Zu den 119 Menschen, die diesmal von dem Geldsegen profitierten, gehörten auch die Frauen und Männer, die in den Wohnheimen des Behindertenwerks Main-Kinzig in der Spessartstraße und der Anton-Dunkel-Straße leben. Sie freuten sich sehr über den Besuch von Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der sich jedes Jahr Zeit für sie nimmt. Bei Tee, Kaffee und Gebäck plauderte er mit der Wohngruppe, schaute sich mit ihnen Fotos des vergangenen Jahres an und erfuhr auch etwas über die Wünsche, die sie sich mit den Edi-Petry-Euros erfüllen möchten. In diesen Begegnungen werde für ihn "das segensreiche Wirken der Stiftung ganz unmittelbar erlebbar".

Foto: Oberbürgermeister Claus Kaminsky zu Gast im Wohnheim in der Anton-Dunkel-Straße. Foto: Stadt Hanau

Foto: Oberbürgermeister Claus Kaminsky als Überbringer der Edi-Petry-Euros im Wohnheim in der Spessartstraße. Foto: Stadt Hanau


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