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Denn alte Bäume, Vogelgezwitscher, Ruhe – das weitläufige Areal ist eine Oase der Naherholung, die in den letzten Jahren an Beliebtheit verloren hat und viel zu wenig genutzt wird. Dabei könnte der Lindenaupark eine zweite wahre Perle – neben dem Mainufer – in Großauheim sein. Mit der Frage, wie es gelingen kann, dem Park zu neuem Glanz zu verhelfen, hat sich jetzt eine Arbeitsgruppe im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprozesses befasst. Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause konnte jetzt das Projekt endlich wieder aufgenommen werden. Ein Treffen zum Thema "Aufwertung des Lindenauparks" wurde von Claudia Häring, Stabsstelle Stadtteilentwicklung im Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt der Stadt Hanau, und ihrem Team Carolin Kornberger und Julian Skok organisiert.

Den Impuls dafür hatte der Ortsbeirat Großauheim/Wolfgang bereits im letzten Jahr gegeben, indem er sich für eine Aufwertung des Lindenauparks aussprach und die Beratung darüber im Stadtteilentwicklungsprozess anregte, um interessierte Bürgerinnen und Bürger einzubinden. Dabei sollten sowohl der Charakter des Parks erhalten bleiben und die Biodiversität verbessert werden, als auch Begegnungsmöglichkeiten, weitere Sportangebote sowie Aufenthaltsanreize im Schatten für alle konzipiert werden. 24 Bürgerinnen und Bürger waren schließlich der Einladung gefolgt, sich an einem Samstag in der Mensa der Lindenauschule mit dem Thema Lindenaupark zu beschäftigen. Ortsvorsteher Reiner Dunkel unterstrich bei seiner Begrüßung die Bedeutung des Projektes für den Ortsbeirat, der zu den Haushaltsberatungen auch einen interfraktionellen Finanzantrag gestellt hat, um Planungen und erste Maßnahmen schnell umsetzen zu können.

Nach einer Einstimmung auf das Thema durch einen Drohnenflug über und einem Fotospaziergang durch das Gelände folgten diverse Vorträge. Steffen Schleicher, Lehrer an der Lindenauschule, und der Oberstufensprecher Lois Hein, stellten die aktuellen Nutzungen seitens der Schule vor und präsentierten erste Ideen der Schülerinnen und Schüler zur künftigen Gestaltung. Annerose Lösche, Leiterin der AbteilungGrünflächen im Eigenbetrieb HIS (Hanau Infrastruktur und Service) der Stadt Hanau berichtete, dass der Park eine Fläche von ca. vier Hektar umfasse. Darauf befinden sich 236 Bäume. Eine inzwischen angelegte Blühwiese umfasst ca. 800 Quadratmeter sowie ein Eidechsen-und Kleintierbiotop von ca. 100 Quadratmeter.

Susanne Herr war die Dritte im Bunde und stellte ein "Hummelprojekt" vor. Ausgehend von dem Hummelsterben im Lindenaupark nach der Lindenblüte wurde ein Konzept erstellt, um mit der Anpflanzung von Stauden ein weiteres Nahrungsangebot für Insekten im Park zu etablieren. Die Projektidee wurde bereits im Rahmen des Nachhaltigkeitspreises der Stadt Hanau ausgezeichnet und auch durch die Umweltlotterie GENAU honoriert. Marianne Unte vom Verein "Menschen in Hanau" unterstrich nachdrücklich, dass bei einer Umgestaltung insbesondere auch Barrieren für Menschen mit Beeinträchtigungen abgebaut werden müssen, und warb dafür, bei allen Überlegungen das Thema Inklusion mit einfließen zu lassen.

Inspiriert von den Vorträgen sammelten die Teilnehmenden an Thementischen viele Ideen und Anregungen zu Klima, Biodiversität, Sport, Festen, und Ausstattung. So soll der Lindenaupark insbesondere bei heißen Temperaturen als "kühler Ort" ein attraktiver Begegnungsplatz sein. Mehr Tische und Bänke sollen die Verweilqualität erhöhen und ein Wasserspielplatz die Attraktivität verbessern. Der Erhalt der Bäume und das zusätzliche Anpflanzen von Stauden sowie der Erhalt der Blühwiese und Hochbeete waren Empfehlungen zur Biodiversität. Zum Thema "Sport" wurden unter anderem die Umgestaltung der ehemaligen Rollschuhbahn zu einem Multifunktions-Ballspiel-Platz angeregt. Daneben können inklusive Sportgeräte und Schilder mit Hinweisen zu sportlicher Betätigung die Attraktivität des Parks erhöhen. Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgruppe, dass der Lindenaupark weiterhin zur Ausrichtung von Stadtteilfesten genutzt werden. Dafür wurden Verbesserungen der Infrastruktur angeregt.

Hintergrund: 2013 erteilte Oberbürgermeister Claus Kaminsky Claudia Häring, Stabsstelle Stadtteilentwicklung den Auftrag "Stadtteilentwicklungsprozesse" durchzuführen. 2013 wurde in Kesselstadt gestartet, 2014 folgte Großauheim. 2016 Steinheim und 2017 dann Klein-Auheim. Es handelt sich um Beteiligungsprozesse der Stadt Hanau. Interessierte, in Organisationen Engagierte sowie Mitglieder der jeweiligen Ortsbeiräte beschäftigen sich mit ihrem Stadtteil und äußern Ideen zur Weiterentwicklung. Die Stabsstelle Stadtteilentwicklung fungiert als Bindeglied zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Stadtverwaltung und trägt die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in die Verwaltung. Die Umsetzung erfolgt dann in den jeweiligen Fachämtern der Stadt Hanau.


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