Neue Freiflächen-Photovoltaikanlage kann über 2.000 Haushalte mit Strom versorgen

Großauheim
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"Das ist ein großer Schritt zur Versorgung mit klimaschonender Energie, der wir mit der Freiflächen-Photovoltaikanlage auf dem Gelände der Großauheim-Kaserne näherkommen." So ordnet Oberbürgermeister Claus Kaminsky den ergänzenden Aufstellungs-, Entwurfs- und Offenlagebeschluss zur entsprechenden Bauleitplanung ein. Der Magistrat hat der Vorlage des Stadtplanungsamts bereits zugestimmt, weitere Gremien inklusive der Stadtverordnetenversammlung befassen sich noch damit.

Die Ergänzung ist nötig geworden, weil auf dem insgesamt 9,2 Hektar großen Plangebiet eine Gasabriegelungsstation mit einer Fläche von rund 0,15 Hektar zu bauen ist, welche zur Sicherstellung und Regelung der Versorgung der benachbarten Gebiete mit Erdgas benötigt wird.

Davon nicht beeinträchtigt ist die Größe der rund 7 Hektar messenden Photovoltaik (PV)-Anlage. "Sie wird rund 7,5 Megawatt Leistung erzeugen können. Damit lassen sich beispielsweise mehr als 2.000 Haushalte in Hanau mit Strom aus Sonnenkraft versorgen", erläutert Martina Butz, Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau. Die Stadtwerke und das Unternehmen AHS Solar aus Biebergemünd werden die Fläche zunächst über 20 Jahre pachten, wobei eine Verlängerung auf 30 Jahre möglich ist. Eigentümerin des Geländes des Vorhaben- und Erschließungsplans ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die gewonnene Energie der PV-Module wird in  noch zu errichtende Trafostationen geleitet. Die Trafostationen werden entlang der Grundstücksgrenze aufgestellt und mit dem Netz der Hanau Netz GmbH verbunden Die Solarmodule sollen auf einer Unterkonstruktion befestigt werden. "Damit ist der tatsächliche Flächenversiegelungsgrad relativ gering", betont OB Kaminsky. Um den Eingriff in den Naturhaushalt so weit wie möglich zu mindern, sei im Laufe der Planung auch die Zahl der zu erhaltenden Bäume auf rund 50 erhöht worden; insgesamt stehen rund 118 Bäume auf dem Gelände.

"Mit der Unteren Wasserschutzbehörde wurde gemeinsam eine tragfähige Lösung erarbeitet, die eine Installation der Solarmodule im Wasserschutzgebiet ermöglicht und  dauerhaft das Grundwasservorkommen sichert", führt der Oberbürgermeister weiter aus. Im Süden des Planbereichs bleibe ein "großzügiger Grünstreifen" erhalten, der dem Erhalt von Vegetation und dem Tierschutz dienen und Lebensraum für Eidechsen und Vögel sichern soll. Zum weiteren Planungsablauf erklärt Kaminsky, dass der Durchführungsvertrag mit Stadtwerken und AHS Solar in einem Entwurf vorliege. Darin werden über den Bebauungsplan hinausgehende Inhalte des Vorhabens geregelt, dass beispielsweise der Umsetzungszeitraum beginnend mit dem künftigen Stellen des Bauantrags und dem Fertigstellungstermin rund vier Jahre umfassen darf. Weitere Details sind darin geregelt wie zum Umsetzen artenschutzrechtlicher Maßnahmen, zum Bodendenkmalschutz und zur ökologischen Baubegleitung geregelt; ebenso Vertragsstrafen, falls sich der Bau verzögert oder Unterlassungen seitens des Vorhabenträgers entstünden.

Die Erschließung des Plangebiets erfolgt über die Adalbert-Eisenhuth-Straße und Teilflächen des Bebauungsplanes für das künftig benachbarte Rechenzentrum P3, das nördlich der PV-Anlage im Freien liegen wird. Sie herzustellen, hat die Stadt Hanau mit den Betreibern des Rechenzentrums abgesichert. Die Firma AHS Solar hat in Hanau und Umgebung bereits zahlreiche öffentliche und private Solar-Projekte umgesetzt.  Dazu zählen PV-Module auf den Dächern der August-Schärttner-Halle und der Hohen Landesschule.


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