Untermalt von „livehaftigen“ Oboenklängen aus Benjamin Brittens Vertonungen der Verwandlungssagen des römischen Dichters Ovid begann ein spektakulärer Abend, den die Lateinfachschaft des Franziskanergymnasiums Kreuzburg unter dem Motto „Roma ante portas“ als Vorspiel zur anstehenden Romfahrt der gesamten Schule mit viel Herzblut gestaltet hatte.


Eine kleine Bibliothek mit bekannter Jugendliteratur in lateinischer Übersetzung und Sachbüchern zur römischen Welt, eine Ausstellung moderner Alltagsprodukte mit lateinischen Namen und nicht zuletzt die Snacks einer „taberna“ rundeten das Angebot ab. Die Stars des Abends waren freilich die Mitglieder der Latein-Theater-AG, die eine liebevoll arrangierte Antikriegsszene mit dem Titel „Nihil nisi somnia“ („Nichts als Träume“) auf die Bühne zauberten. Ausschnitte aus früheren Produktionen, die teils mit Bundespreisen ausgezeichnet wurden, konnte man in einem eigens dafür eingerichteten Kinobewundern.
So bildete diese von Lateinschülern launig moderierte Veranstaltung, die zusätzlich mit einem Vortrag über das Pantheon (das besterhaltene antike Bauwerk im Herzen von Rom) sowie amüsant-derben Geschichten aus dem römischen Alltag gewürzt war, einen würdigen Start in das Jubiläumsjahr der Kreuzburg. Großer Applaus entließ die Mitwirkenden, während die Besucher vielleicht mit dem Gedanken nach Hause gingen, dass eine Sprache, die ein derart facettenreiches Event auf die Beine stellt, wohl doch nicht so tot sein kann.
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