„Wie wird eigentlich am größten Teilchenbeschleuniger der Welt, dem LHC am CERN in Genf, geforscht und was bringen uns diese Erkenntnisse überhaupt?“
Diese und ähnliche Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse in Physik am Franziskanergymnasium Kreuzburg in Großkrotzenburg. Am 24. April präsentierten Patrick Reichelt und Marco Marquard, Doktoranden am Institut für Kernphysik der Goetheuniversität Frankfurt, aktuelle Forschungsergebnisse der Grundlagenforschung am CERN. Damit wurde bereits zum zweiten Mal in Kooperation mit der Universität an der Kreuzburg der Projekttag „masterclass teilchenphysik“ erfolgreich durchgeführt.
Das Netzwerk Teilchenwelt ist ein Zusammenschluss von mehr als 20 Instituten und wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland und seit 2010 ist auch die Universität Frankfurt Mitglied im Netzwerk Teilchenwelt. Im Projekt wurden die Schülerinnen und Schüler in aktuelle Arbeitsweisen an den Experimenten eingeführt. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, selbst Daten zu analysieren und einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Teilchenphysikers zu gewinnen.
So wurde in den Informatikräumen zunächst in einer anschaulichen Präsentation von Patrick Reichelt ein Tor in die Welt der allerkleinsten Teilchen, ungelöster physikalischer Probleme und der Arbeit am LHC geöffnet. Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler auch selbst Hand an Messwerte eines der Experimente am LHC legen.
Das Franziskanergymnasium baut gezielt sein Profil im naturwissenschaftlichen Fach Physik aus. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur in jedem Jahr die Möglichkeit Leistungskurse zu besuchen. In der Einführungsphase der Oberstufe wird Physik als Orientierungskurs bereits vierstündig angeboten, bevor sie dann fünfstündig als Leistungskurse in den letzten beiden Schuljahren fortgeführt werden. Selbst die Grundkurse Physik liegen mit drei Stunden pro Woche deutlich über dem regulären zweistündigen Unterricht der Jahrgangsstufe 10.
Vielfältige Kooperationen mit der Universität dienen ebenso der naturwissenschaftlichen Förderung. Die Oberstufenschülerinnen und -schüler besuchen die Schülerlabore an der Universität in Frankfurt und am Kernforschungszentrum GSI in Darmstadt. Ein weiterer Baustein bildet nun an der Kreuzburg das erfolgreiche Projekt „masterclass teilchenphysik“.
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