Reichspogromnacht in Großauheim 1938

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Wie schon im vergangenen November – damals vor den Grundkursen 12 des Faches Geschichte der Lindenauschule - hielt Dr. Manfred Greb, Lokalhistoriker in Großauheim, einen beeindruckenden Vortrag zur Reichspogromnacht 1938 in Großauheim.

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Die Schüler erfuhren vom Schicksal des Großauheimer Juden Heinrich Hirschmann, über sein Leid, aber auch Vergebung der Schuld - und waren gebannt. Hirschmanns Leben steht exemplarisch für das Schicksal millionenfacher Entrechtung, Enteignung, Flucht und Deportation deutscher, aber auch europäischer Juden.

Als einziges Mitglied seiner Familie konnte Heinrich Hirschmann der Deportation durch seine Emigration 1938 in die USA entkommen. Als Henry Hirschmann und US Soldat kam er nach dem Krieg nach Großauheim zurück. Sein weiteres Leben war nicht durch Rachsucht, trotz der Ermordung vieler seiner Familienangehörigen, sondern durch Versöhnung und Hilfsbereitschaft geprägt. Seine späteren Besuche in Großkrotzenburg und Großauheim waren gekennzeichnet durch den Willen zur Versöhnung mit den Deutschen.

Nach Dr. Grebs Appell, dass die Nachfolgegeneration nicht an den Geschehnissen der NS-Zeit Schuld trägt aber eine Verantwortung für das weitere Verhalten und Handeln in Zukunft hat, schloss die Veranstaltung, die viele Schüler_innen zum Nachdenken anregte. Als „Schule ohne Rassismus“ plant die Lindenauschule weitere Veranstaltungen zu diesem und weiteren Themen.

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