Wo Mädchen von Technik schwärmen

Hanau
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Total begeistert präsentierten die Gymnasiastinnen und Realschülerinnen der Lindenauschule in einer feierlichen Abschlussveranstaltung über ihre Eindrücke und Erlebnisse, die sie im Verlaufe der Hessischen Girls’ Day Akademie seit den letzten Sommerferien gewonnen haben.

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Die Girls’ Day Akademie wird durch die Agentur für Arbeit Hanau und den Gesamtverband der Arbeitgeber Osthessen sowie dem Förderverein der Lindenauschule gefördert. Planung und Organisation erfolgten durch die Gesellschaft für Wirtschaftskunde e.V. (GFW), dem Bildungswerk der Wirtschaft.

Vor zahlreichen Gästen berichteten sie von ihren Besuchen bei den Hanauer Unternehmen Evonik und Vacuumschmelze mit tollen Experimenten und praktischen Arbeiten unter Anleitung von Azubi-Mentoren, über verschiedene Exkursionen zu Radio FFH und abschließend zum Offenen Kanal Offenbach. Die Mädchen präsentierten dabei neben Bilddokumenten auch ihre praktischen Arbeitsergebnisse und den erarbeiteten Film vom Offenen Kanal Offenbach.

In ihrer Begrüßung bedankte sich Anke Ott, Stufenleiterin 9/10 der Lindenauschule, zunächst bei allen Beteiligten, die ein phantastisches Projekt in die hessische Bildungslandschaft eingeführt haben. Darauf sei man als Lindenauschule sehr stolz; als Schule eine derartige Möglichkeit zu erhalten, eigene Schülerinen auf eine Reise durch verschiedenste natur- und Technik Bereich zu schicken. „Die prägende Bedeutung der geistigen Entwicklung durch Naturwissenschaften ist im Rahmen der Girl’s Day Akademie sehr deutlich zum Ausdruck gekommen“, hob Ott, explizit hervor.

Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau, beschrieb mit einem anderen Blickwinkel das Projekt im Hinblick auf die Berufswahl junger Mädchen: „Nach wie vor beschränkt sich die Hälfte aller Mädchen bei der Job-Wahl auf vier Ausbildungsberufe, unter denen sich aber kein naturwissenschaftlicher oder technischer befindet“.

„Das Ziel der GDA ist es schließlich, eine vertiefte Berufsorientierung und mehr Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen im Zusammenhang mit technisch-naturwissenschaftlichen Inhalten, Berufen und Studiengängen zu vermitteln“, führte Daniela Grund, Projektleiterin der GDA bei der GfW, aus. „Die Verantwortlichen möchten mit der Akademie dazu beitragen, dass möglichst viele junge Frauen traditionelle Rollenmuster bei der Berufswahl ablegen.“, fügt Reinhold Maisch, Geschäftsführer der GfW e.V. hinzu.

Tatkräftig unterstützt wurde die Umsetzung der ersten hessischen Girls Day Akademie an der Lindenauschule durch die Stufenleiterin 9/10, Frau Anke Ott sowie Nicole Haselhuhn, Claudia Neumann vom Förderverein der Lindenauschule, Alexandra Morgenroth, Dr. Hermann Alig und Dirk Eckrich. „Die Kooperation aus Schulen, Hochschulen, Arbeitsagenturen und Unternehmen hat dabei für die Schülerinnen der Klassen 9 bis 10 von Gymnasien und Realschulen ein abwechslungsreiches Programm gestaltet, das Informationen zu verschiedenen naturwissenschaftlich-technischen Berufsbildern, praktische Beispiele, Unternehmensbesichtigungen und Präsentationstechniken vereint. Wir sind begeistert von der Girls Day Akademie“.

Den Schülerinnen jedenfalls hat die Teilnahme an der Girls' Day Akademie großen Spaß gemacht. Die geschlechtshomogene Gruppe wurde von fast allen als ein großer Vorteil angesehen, dass sie so besser ihre Stärken entwickeln konnten, ohne sich vergleichen zu müssen. Ihr Fazit ist durchweg äußerst positiv, die vielfältigen Erlebnisse und Informationen möchten sie nicht missen und würden die GDA auf alle Fälle nochmals machen und es allen naturwissenschaftlich interessierten Mädchen zur Teilnahme empfehlen.

Die Girls ’Day Akademie ist eine Weiterentwicklung des Girls’ Day, der seit 2001 jedes Jahr im April bundesweit durchgeführt wird. Ziel der Girls’ Day Akademie ist es, Mädchen bei der Berufswahl zu unterstützen und das Interesse für Berufe und Studiengänge im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu wecken und zu fördern. Startschuss der ersten Hessischen Girls’ Day Akademie war der 06. November 2015. Seitdem nahmen nun 28 Lindenau Mädchen einmal wöchentlich mit insgesamt über 120 zusätzlichen Unterrichtsstunden an verschiedenen MINT-Aktivitäten teil.

Foto: Die Mädchen der Girls Day Akademie in der Lindenauschule Hanau während der Zertifikatsübergabe, eingerahmt von: von links: Patrick Weber ( Agentur für Arbeit), Ruth Hohage ( Agentur für Arbeit), Burkhard Pölker ( GfW Projektkoordinator), Heike Hengster (GF Agentur für Arbeit), von rechts: Reinhold Maisch (Geschäftsführer GfW e.V.), Ulrike Eckhardt (Evonik Industrie), Daniela Grund (GfW Projektleitung Girls Day Akademie), Anke Ott (Stufenleitung), Nicol Haselhuhn (Lehrerin).

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