Sprachkonzert gegen Extremismus und Antisemitismus

Hanau
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Am Donnerstag, d. 26.09.19 waren die neunten und zehnten Klassen der Lindenauschule zu einem besonderen Event eingeladen.

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Im Amphitheater kamen ca. 1300 junge Menschen aus verschiedenen Schulen in und um Hanau zusammen, um gemeinsam gegen jede Form von Extremismus ein Zeichen zu setzen. Das Motto der Veranstaltung #miteinander stand dabei als Statement gegen Rechts, Rassismus, Homophobie, Islamophobie, Antisemitismus, Fremdenhass, Ausgrenzung und Mobbing.

Niko Deeg eröffnete das Konzert und hielt eine kurze Ansprache. Anschließend ging es musikalisch-sportlich weiter: Die Breakdance-Gruppe „Dreamteam“ zeigte eine ambitionierte Performance, in der es um den Konflikt zwischen zwei rivalisierenden Gruppen geht, die aber letztlich verstehen, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Beate Funk, Stadtverordnetenvorsteherin und Bürgermeister Axel Weiss-Thiel überbrachten danach kurze Grußworte, dann ging es auch schon los mit dem nächsten Gast: Severino, ein Sänger, der einigen noch aus der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt sein dürfte, gab zwei Lieder zum besten.

Es folgten Auftritte von zwei Rappern, unter ihnen der jüdische Künstler Ben Salomo, Gründer der Musikreihe „Rap am Mittwoch“, der als bekennender Jude in der Hip-Hop-Szene eher eine Ausnahme darstellt. Auch der Auftritt eines jungen syrischen Künstlers, der nach seiner Flucht den Traum vom Tanzen verwirklichte und im Amphitheater auf emotionale und mitreißende Weise seine Flucht tanzte, überzeugte das junge Publikum. Sein Appell, nicht vorschnell zu urteilen, sondern jeden Menschen nach dem zu beurteilen, was er ist, stieß beim Publikum auf offene Ohren.

Den musikalischen Abschluss bildete ein Auftritt des Rappers Drive-By. Der junge Mann, der als der rappende Rollstuhlfahrer bekannt ist, setzt sich für eine andere Sicht auf Menschen mit Handicap ein. Er ermunterte die Schülerinnen und Schüler dazu, Menschen mit Behinderung mehr zuzutrauen und sie als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft wahrzunehmen. Diese Forderung vertiefte er in der folgenden Gesprächsrunde, in der neben den oben genannten Künstlern auch Radost Bokel, Hauptdarstellerin im Kinofilm „Momo“, teilnahm. Die anwesenden Künstlerinnen und Künstler ließen das Publikum an ihren Erfahrungen mit Ausgrenzung und Rassismus teilhaben und kamen so mit den jungen Menschen ins Gespräch. Viele Schülerinnen und Schüler stellten Fragen und erörterten gemeinsam mit den Gästen auf der Bühne Strategien im Umgang mit Mobbing, Fremdenhass und Extremismus.

Bereits im letzten Jahr hatte es ein Sprachkonzert gegeben. Der Erfolg in diesem Jahr gibt Hoffnung zu der Annahme, dass wir im nächsten Jahr wieder eine ähnlich Veranstaltung mit unseren Schülerinnen und Schülern erleben dürfen.

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