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Ein nicht ganz gewöhnlicher Tag, denn es war auch der Tag der zentralen Trauerfeier für die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau vom 19. Februar. Die Anreise wollte dementsprechend gut geplant sein, denn um die Mittagszeit wurde der öffentliche Nahverkehr nahezu eingestellt und die Innenstadt abgeriegelt. In den vergangenen Tagen hatten sich Louis Hein (Klasse 11B) und Paul Heugabel (Klasse 11C) intensiv auf die Debattenfragen für den Regionalwettbewerb vorbereitet.

Im Wettbewerb der Sekundarstufe II traten dann Schülerinnen und Schüler aus sechs Gymnasien und Gesamtschulen aus Hanau, Maintal sowie Großkrotzenburg gegeneinander an, um in zwei Qualifikationsdebatten möglichst viele Punkte zu erzielen. Nur die vier Personen mit den meisten Punkten werden die Finaldebatte bestreiten, welche bei erfolgreichem Abschluss das Erreichen der nächsten Wettbewerbsrunde, die Landesqualifikation Hessen Süd, ermöglicht.

Die erste Qualifikationsdebatte wurde zur Frage „Sollen Jugendliche sich selbst verpflichten, ihre tägliche Handyzeit zu begrenzen?“ geführt. Darüber, dass es gut sei, die eigene Handynutzung zeitlich zu begrenzen und im Griff zu behalten, herrschte schnell Einigkeit. Ob Jugendliche dies in Eigenverantwortung gut bewerkstelligen könnten, darüber gingen die Meinungen auseinander. Die Übernahme der Kontrolle wurde hierbei den Eltern angetragen, da die Selbstkontrolle zum Beispiel durch Applikationen im Smartphone nicht effektiv funktioniere, wie die eigenen Erfahrungen der Debattanten mit ihrem Handy zeigten. Gestärkt durch die Rückmeldung und Ratschläge der Jury ging es in die zweite Qualifikationsdebatte zum Thema: „Soll die Stadt Hanau den Klimanotstand ausrufen?“ Hierbei stellte sich die Maßnahme des Klimanotstandes selbst als Hürde heraus und die Debatte drehte sich schnell um das Umsetzen wirksamer Klimaschutzmaßnahmen in den Kommunen. Dass das Problem des Kampfes gegen den Klimawandel auf Bundesebene und EU-weit schnell angegangen werden müsse, darüber bestand allgemeiner Konsens.

Nach den Qualifikationsrunden erwarteten die zwölf Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II gespannt das Ergebnis. Im Wettbewerbsbüro wurden die Juryergebnisse gesammelt und ausgewertet. Wer wird wohl die meisten Punkte bekommen haben und in das Finale einziehen? Bei dem insgesamt ausgeglichenen Bewerberfeld schien alles möglich… Für Paul Heugabel und Louis Hein reichte es an diesem Tag leider nicht ins Finale. Beide können jedoch sehr stolz auf ihre Leistung sein und sind um eine wertvolle Erfahrung reicher. Louis bemerkte nach einer Runde im Wettbewerb, er habe noch nie an so einer guten Debatte teilgenommen. Am Ende belegte Paul den 8. Platz und Louis den 9. Platz.

"Für euer Engagement im Wettbewerb möchte ich mich herzlich bedanken! Ein riesengroßes Dankeschön geht auch an unsere Jurymitglieder Frau Engelhardt und Herrn Schachtner, die sich bereit erklärt haben, die Lindenauschule im Regionalwettbewerb als Juror/in zu unterstützen! Frau Engelhardt hat sich darüber hinaus freiwillig als Jurorin für die Finaldebatte zur Verfügung gestellt! Chapeau!", Sandra Hartmann.

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