kondoleznbpaty.jpg

Die Betroffenheit der Schülerschaft, des Kollegiums sowie der Schulleitung der Großauheimer Lindenauschule anlässlich dieses schrecklichen Ereignisses ist groß und nach wie vor ungebrochen. In den vergangenen Wochen konnten sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften viel Zeit für die Aufarbeitung dieses mörderischen Anschlages nehmen. Im Unterricht wurden die grausame Tat und ihre Hintergründe thematisiert und die Jugendlichen setzten sich intensiv mit den Themen Meinungsfreiheit, Rassismus und Gewalt auseinander.

Seit 1969 besteht nun schon die Schulpartnerschaft zwischen der Lindenauschule und dem Collège du Bois dʼAulne in Frankreich und es finden regelmäßig Schüleraustausche statt. Um der Familie des Opfers Beileid zu wünschen und Anteilnahme auszudrücken, haben Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-13 Beiträge zu einem Kondolenzbuch geleistet. Dafür wurde jeder Klasse eine Seite zur Verfügung gestellt, die sie individuell gestalten konnte. So sind viele verschiedene Beiträge der Kinder und Jugendlichen, sowohl in Text- als auch in Bildform, zusammengekommen. Darüber hinaus haben auch Menschen außerhalb der Schulgemeinde ihrer Trauer und ihrem Mitgefühl Ausdruck verliehen und eine Seite für das Kondolenzbuch gestaltet. Alle Beiträge wurden schließlich zusammengefasst und - ergänzt um ein an die Opferfamilie adressiertes Vorwort auf Deutsch sowie Französisch - zu einem Buch gebunden.

Ursprünglich war geplant, dass der Ortsvorsteher von Hanau-Großauheim, Reiner Dunkel, dieses Kondolenzbuch persönlich im französischen Conflans übergeben sollte. Da sich dieses Vorhaben aber aufgrund der Corona-Pandemie nicht zeitnah realisieren lässt, lud der Schulleiter der Lindenauschule, Dr. Hermann Alig, am Dienstag, dem 15. Dezember, zu einem Treffen ein, bei dem das Kondolenzbuch übergeben werden sollte. Anwesend waren neben Hermann Alig und Jörn Schachtner von der Schulleitung der Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Claus Kaminsky, der Ortsvorsteher von Hanau-Großauheim, Reiner Dunkel, die Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck, ihr Stellvertreter Wolfgang Schaffert sowie Hubert Wenzel, der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Großauheim e. V.

Hermann Alig übergab das Kondolenzbuch an Hubert Wenzel, der das Kondolenzbuch dann postalisch nach Conflans schicken wird. OB Claus Kaminsky bedankte sich bei allen Beteiligten für das Erstellen des Buches und betonte, wie wichtig und richtig diese Geste der Anteilnahme ist. „Wenn die Schule nicht der Ort ist, an dem wir den Wertekanon unserer Gesellschaft vermitteln, wem überlassen wir dann das Feld?“, merkte der SPD-Politiker an. Für die Lindenauschule als „Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage“, war es eine besondere Verpflichtung, der Ermordung des Lehrer Samuel Paty mit diesem Kondolenzbuch zu gedenken und so ihre Anteilnahme auszudrücken. Auch in Zukunft will die Schule die Erinnerung an diesen Mordanschlag wachhalten. Nur so kann dafür gesorgt werden, dass Rassismus, Terror und Gewalt in unserer Gesellschaft keine Zukunft haben.

BLOG COMMENTS POWERED BY DISQUS

PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von VORSPRUNG!

AnzeigeHarth und Schneider 250 x 300px

Anzeige

Anzeige

werbung1 100Euro

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2