KRS-Musikpädagogin Petra Weiß verabschiedet

Hanau
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Seit 1983 gehört sie zum Kollegium der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS). Neben ihrem Gatten Jürgen Weiß bildete Petra Weiß eine feste Säule im musikalischen Portfolio der KRS, übernahm sie im Jahr 2010 schließlich den Dirigentenstab für das KRS-Sinfonieorchester von ihrem Gatten Jürgen.

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Zahlreiche Konzertreisen, darunter vor allem nach Jaroslawl in Russland, und die großen Aufführungen im Congress-Park Hanau (CPH) wie „Oliver“ oder „Die schöne Helena“ zählten zu den dienstlichen Höhepunkten der Vollblut-Musikerin, „die mit ihrem Wirken der KRS einen unvergleichlichen Glanz verlieh“, so der ehemalige Schulleiter Jürgen Scheuermann, der es sich nicht nehmen ließ, „seine“ Petra in den vorläufig eingeschränkten Ruhestand zu verabschieden.

„Mit ihr verliert die KRS eine große Lehrerpersönlichkeit, die nicht nur die Fahne der Schulmusik hochhielt“, so Scheuermann weiter. „Petra Weiß hat mit ihrem musikalischen Wirken aus Kindern selbstsichere und verantwortungsvolle Persönlichkeiten geformt“, ist sich der Schulleiter a.D. sicher. Sie sei stets ein pädagogischer Leuchtturm gewesen, der weit über die Grenzen der KRS hinaus gestrahlt habe. Zu nennen sind hier die zahlreichen in der Stadt-Gesellschaft hochgeschätzten KRS-Konzerte wie etwa an Weihnachten oder im Sommer, die sie mit großem Engagement mitgestaltet und ihnen somit einen eigenen, hohen Qualitätsstempel aufgedrückt habe. „Du hast mit deinen Schülerinnen und Schülern immer große Musik gemacht und diese zu ungeahnten musikalischen Leistungen geführt“, lobt Scheuermann die scheidende Musikpädagogin – „gleich ob als Musikpädagogin, Chorleiterin oder Orchesterchefin“, bedankt sich Scheuermann, sei die KRS schließlich auch dank ihres Wirkens „Schule mit Schwerpunkt Musik“ geworden. So verleiht Scheuermann Petra Weiß zum Abschied in Anerkennung ihres Wirkens auch die Ehrennadel der KRS, die erst einmal verliehen wurde – an Jürgen Weiß.

Eine besondere Herzensangelegenheit für Petra Weiß war und ist die Partnerschaft und der Austausch mit der Sobinov-Kunstschule in Jaroslawl. Das drückte sich in regelmäßigen musikalischen Begegnungen aus, wie etwa zum letzten Mal im April 2018, als Petra Weiß im feierlichen Abschlusskonzert ihres internationalen Orchesterworkshops „Spiel ohne Grenzen“ in der Marienkirche Hanau mit rund 80 jungen Instrumentalisten ein hinreißendes Programm darbot. In Jaroslawl selbst genießt diese erstmalig im Jahr 2013 von Petra Weiß realisierte Orchesterarbeit mit hoch begabten Jugendlichen aus Hanau und vielen Städten Russlands inzwischen einen bis nach Moskau hohen pädagogischen und künstlerischen Ruf, der sogar vom russischen Fernsehen und hochrangigen Vertretern des russischen Kultusministeriums honoriert wurde.

Ihr musikalisches Wirken an der KRS sieht die Pädagogin selbst eher als ein „fortwährendes darstellendes Spiel“ an – und das seit ihrer Geburt. Für sie steht und stand der Schüler in seiner gesamten, eigenen Persönlichkeit im Vordergrund. „Musik in der Schule ist notwendig und wichtig, denn mit der Kraft der Musik haucht man der Schule Leben ein“, so Weiß. Und weil man nie so ganz geht, wird Petra Weiß zunächst noch als „dirigierende Teilzeitkraft“, wie sie es selbst mit einem weinenden und einem lachenden Auge bezeichnet, erhalten bleiben. Schließlich stehen auch noch die Produktion und Aufführung von „Frau Luna“ aus, die wegen Corona auf das Jahr 2022 verschoben werden musste. Dafür aber hat sie nun aber doch etwas mehr Zeit, den umfangreichen Steingarten in ihrem unterfränkischen Domizil zu hegen und zu pflegen.

Foto: Applaus von der alten und neuen Schulleitung der KRS für eine verdiente Musikpädagogin: Mit Beginn der Sommerferien wurde Petra Weiß nach 38 Jahren im Dienst der KRS in den Ruhestand verabschiedet. KRS-Schulleiter Rainer Gimplinger überreichte die Entlassungsurkunde während Ex-Schulleiter Jürgen Scheuermann die Laudatio hielt. Foto: KRS

Foto: Ein „Leuchtturm“ inmitten einer großen Schülerschar: Seit 2010 dirigierte Petra Weiß das KRS-Sinfonieorchester. „Musik miteinander leben“ lautete ein prägendes Motto im pädagogischen Wirken von Petra Weiß, die den Dirigentenstab aber zunächst noch weiterführen wird. Archivfoto von 2012/KRS

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