HOLA für Hessisches Schultheatertreffen ausgewählt

Hanau
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Es ist der 4. Mai. Klaus Belz besucht als Juror für das Hessische Schultheatertreffen den Wahlunterrichtskurs der Jahrgänge 9 und 10 an der Hohen Landesschule. Die Aufregung ist groß, aber auch die Freude am Spielen ist spürbar.

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„Nach zwei Jahren Pause spielen wir endlich wieder Theater und es schaut auch noch jemand zu“, sagt Emely Reuthal, Spielleiterin und Lehrerin der 17 Schülerinnen und Schüler. Es wird gespielt und reflektiert, mitunter sehr kritisch. Es ist der 9. Mai. Der Anruf. Die Juroren hatten am Wochenende getagt und sich die eingereichten Videos, Texte und Ideen angeschaut. „Wir wurden ausgewählt“, teilt die Lehrkraft schließlich den Schülerinnen und Schüler ihrer Gruppe mit.

Unglaublich. Aber wahr! „Dass wir ihn [den Juror] überzeugen konnten, war ein sehr schönes Gefühl“, so Helena Schott. Zunächst herrschte Unsicherheit, ob wir uns wirklich bewerben sollen. Das schaffen wir doch nie. Die anderen sind bestimmt viel besser. Außerdem ist unser Stück doch noch gar nicht fertig. „Ich war im ersten Moment überfordert, weil ich dachte, dass wir das alles ja gar nicht schaffen können in der kurzen Zeit“, so Larissa Rudolph, nachdem sie von der erfolgreichen Bewerbung erfahren hatte.

Nun, das Skript steht: Eine Collage über Glück. Was ist Glück? Ist Glück die Abwesenheit von Nicht-Glück? Was macht mich glücklich? Mit diesen Fragen starteten wir ins Schuljahr und im Verlauf entstanden zudem drei sehr unterschiedliche, in sich geschlossene Szenen, die schließlich umrahmt werden von biografischem Material. Wir verfassten sehr persönliche Texte und Gedichte, probierten und verwarfen Ideen, griffen sie wieder auf, betrachteten sie kritisch, reflektierten sie und entwickelten die Szenen weiter. Theaterarbeit eben.

Worum geht es?

Wir treffen auf Familien-Glück, stellen uns der Frage, ob Geld glücklich macht und betrachten Glück von außen und aus der Perspektive einer Toten. Auch das Publikum wird aktiv eingebunden und setzt sich mit der Frage, was Glück ist, auseinander. „Die Idee ist entstanden, weil wir so lange kein Theater spielen und schon gar nicht aufführen konnten. Das, was uns Freude macht, nämlich Theaterspielen und kreativ sein, wurde uns durch die Pandemie genommen. Wir waren weitgehend isoliert, haben Schule in Distanz erfahren“, so Reuthal, die nun im fünften Schuljahr mit vielen der Schülerinnen und Schüler zusammenarbeitet.

„Ich freue mich, nach Corona endlich mal wieder aufzutreten und neue Leute kennenzulernen“, so Ellen Vaupel. Am 19. Juli 2022 ist es also soweit. Die Landesmusikakademie in Schlitz als Spielstätte. Unglaublich, aber wahr! Wir sind ein bisschen nervös und vor allem gespannt. Wir sind dankbar über die Chance und Möglichkeit, an dem Festival teilzunehmen und für unsere Theaterarbeit an der Schule sogar noch den Förderpreis von 1500 Euro zu erhalten. „Vor allem aber freuen wir uns darauf, als Gruppe noch enger zusammen zu wachsen“, so Katharina Sailer.

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Plakat Schultheatertreffen.

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Fachsprecherin Emely Reuthal (links) mit ihrem Kurs im Fach Darstellendes Spiel.