HOLA-Schüler für Friedens- und Konfliktforschung geehrt

HOLA-Lehrer Stefan Prochnow, Abiturienten Nico Dieter und Yunus Cakmak (2. Preise) sowie Leon Gutknecht (1. Preis) mit Juror Klaus Schilling (Bundeskoordinator UNESCO-Projektschulen).

Hanau
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Politische Bildung stärken, Engagement fördern. Mit diesen Zielen hat das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK, englisch Peace Research Institute Frankfurt, PRIF) erstmals einen Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 - 13 ausgelobt, die sich in innovativer Weise mit dem Thema „Demokratie und Konflikt“ auseinandergesetzt haben.

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Die Preisverleihung fand am 8. Juli 2022 auf dem Campus Westend der Goethe-Universität in Frankfurt am Main statt. Die eingereichten Arbeiten wurden von einer siebenköpfigen Jury aus Wissenschaft, Bildung, Kultur und Medien bewertet. Juryvorsitzende Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Direktorin des Leibniz-Instituts HSFK, lobte die große Bandbreite der eingereichten Arbeiten, vom Podcast über Plakate bis zu wissenschaftspropädeutischen Hausarbeiten.

Drei Hausarbeiten von Schülern der Hohen Landesschule (HOLA) wurden ausgezeichnet. Sie beschäftigen sich mit aktuellen, hochpolitischen und umstrittenen Konflikten und Themen der internationalen Beziehungen und analysierten diese auf Grundlage unterschiedlicher Quellen. Jury-Mitglied Klaus Schilling, Bundeskoordinator der deutschen UNESCO-Projektschulen, betonte: „[Mit ihren Arbeiten] machen die Autoren globale Zusammenhänge in Politik und Wirtschaft sichtbar und sie diskutieren die konkreten Möglichkeiten des Einsatzes für Frieden, Menschenrechte und eine nachhaltige Entwicklung. Damit wird unmittelbar sichtbar, wie wichtig politische Bildung und globales Lernen für eine zukunftsfähige Schule sind.“

Mit dem ersten Preis in der Kategorie Hausarbeiten wurde die Arbeit von Leon Gutknecht mit dem Titel „Wie nimmt die Weltöffentlichkeit Chinas Umgang mit den Uiguren wahr und was unternimmt sie dagegen?“ prämiert. Die Arbeit überzeugte die Jury durch ihre Darstellung des Umgangs Chinas mit der uigurischen Minderheit im eigenen Land und Reaktionen westlicher Akteure darauf. Leon Gutknecht problematisierte die Rolle der Weltöffentlichkeit und stellte den Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Menschenrechten ins Zentrum seiner Untersuchung.

Mit dem zweiten Preis wurden Yunus Emre Cakmak und Nico Dieter ausgezeichnet. Yunus Emre Cakmak ging in seiner Arbeit „Jemen. Warum ist der Konflikt so unbekannt?“ der Frage nach, warum der seit mehreren Jahren andauernde Gewaltkonflikt im Jemen in der deutschen Öffentlichkeit so wenig Beachtung findet. Neben einer ausführlichen Aufarbeitung des Konflikts selbst problematisierte Yunus Emre Cakmak die Rolle der Medien und führte dazu eine eigene Umfrage durch.

Nico Dieter untersuchte in seiner Arbeit „Der Fall Venezuela – Wie können Öleinnahmen nachhaltig genutzt werden?“ die ambivalente Rolle des Rohstoffreichtums in Venezuela. Er analysierte die Rolle von Öleinnahmen für wirtschaftliche und politische Prozesse und arbeitete heraus, welche problematischen Folgen sich aus der Abhängigkeit des venezolanischen Staates von Öleinnahmen ergeben.

Alle Preisträger der Kategorie Hausarbeiten besuchten den Leistungskurs Wirtschaftswissenschaften der Jahrgangsstufe 13 von HOLA-Lehrer Stefan Prochnow. Für ihren Podcast „Eine Welt“ erhielt die Arbeitsgemeinschaft „Eine Welt“ des Max-Planck-Gymnasiums Groß-Umstadt einen Preis in der Kategorie „Projekte“. Ein weiterer Preis ging an die Klasse 11c des Gymnasiums Philippinum in Weilburg für ihr Projekt „Regionale jüdische Geschichte erleben – zivilgesellschaftliches Engagement zur Förderung gesellschaftlichen Friedens und interkultureller Verständigung“. Die Schüler reinigten auf dem jüdischen Friedhof Grabsteine und nahmen brieflichen Kontakt mit den Nachfahren der dort Beigesetzten auf. Sie erhielten Antworten aus Deutschland, Israel und den USA. Mit dem Wettbewerb, der künftig alle zwei Jahre durchgeführt werden soll, möchte die HSFK die politische Bildung an hessischen Schulen stärken, indem sie die kritische Auseinandersetzung mit Themen der Friedens- und Konfliktforschung fördert.

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HOLA-Lehrer Stefan Prochnow, Abiturienten Nico Dieter und Yunus Cakmak (2. Preise) sowie Leon Gutknecht (1. Preis) mit Juror Klaus Schilling (Bundeskoordinator UNESCO-Projektschulen).


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