HSG Hanau: Dramatische Schlussphase

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Dank einer wahren Energieleistung in den Schlussminuten und dem Siegtreffer in nahezu letzter Sekunde gewinnt die HSG Hanau in der 3. Handball-Liga Mitte bei der TV Germania Großsachsen mit 27:26 (11:11) und hält mit 4:2 Punkten den Anschluss an die Tabellenspitze.

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Dort thront derzeit die HSG Bieberau-Modau mit 6:0 Zählern.

Die ohnehin ersatzgeschwächten Hanauer mussten kurzfristig auch noch auf Yaron Pillmann (Schulterprobleme) verzichten. Zwar rutsche Michael Hemmer nach überstandenem Muskelfaserriss wieder ins Aufgebot, allerdings kam der Mittelmann nur sehr dosiert zum Ersatz, um den verbliebenen vier Rückrauspielern etwas Luft zu verschaffen. Daniel Wernig, Jannik Ruppert, Jan-Eric Ritter und Matthias Schwalbe fehlten gänzlich.

Dennoch kam die HSG Hanau vor 400 Zuschauern in der Sachsenhalle gut ins Spiel und führte im ersten Durchgang über einen längeren Zeitraum mit zwei Toren. Zur Pause hieß es jedoch 11:11. Auch im zweiten Durchgang agierten die Grimmstädter entschlossener und führten nach 40 Minuten mit 18:15. „In dieser Phase haben wir es versäumt, den Vorsprung auszubauen. Hier hätten wir den Sack zumachen können“, sagte HSG-Coach Olli Schulz.   

Was dann folgte, war Dramatik pur. Die Gastgeber rappelten sich noch einmal auf und angetrieben vom heimischen Publikum glichen sie nicht nur innerhalb von 76 Sekunden zum 18:18 aus, sondern setzten sich bis zur 57. Minute gar auf 26:23 ab. Das Pendel schien sich unaufhaltsam zu Gunsten der TV Germania Großsachsen zu neigen.

Doch eine anschließende Zeitstrafe gegen Simon Reisig brachte die HSG Hanau noch einmal zurück ins Spiel zurück. Trainer Schulz ließ die beiden Rückraumspieler Jan Triebskorn und Philipp Schulz, die zusammen elf Tore erzielen konnten, in Manndeckung nehmen. In Überzahl brachten Marc Strohl und Lucas Lorenz die HSG bis auf einen Treffer heran.

Die Manndeckung wurde auch nach dem Ende der Überzahl beibehalten. Erneut Strohl sorgte gut eine Minute vor dem Ende für den Ausgleich. Für das Sahnehäubchen aus Hanauer Sicht war dann Maximilian Bergold verantwortlich. Nach einem Ballverlust des Gegners schalteten die Hanauer blitzschnell um und liefen einen allerletzten Angriff, den Bergold zum nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg in die Maschen donnerte. Die rund 40 mitgereisten Hanauer Fans konnten ihr Glück kaum fassen.

Der Siegtorschütze erzielte insgesamt neun Tore und war an diesem Abend der erfolgreichste Werfer der Hanauer, gefolgt von Marc Strohl, dem vier Tore gelangen. Während Michael Malik alle drei Siebenmeter für die HSG verwandeln konnte, gelang Keeper Sebastian Schermuly das Kunststück, drei Siebenmeter des Gegners zu entschärfen. Trotz der unglücklichen Niederlage zeigte sich  Großsachen als fairer Verlierer und kürte Bergold zum Spieler des Spiels.

„Die Mannschaft hat in den Schlussminuten eine wahnsinnige Moral und einen großen Glauben an sich gezeigt“, lobte Schulz den Auftritt seiner Spieler. Auch wenn der Sieg am Ende glücklich war, so war er über die gesamte Spielzeit betrachtet keinesfalls unverdient. „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg und wollen den Rückenwind mit ins nächste Spiel nehmen“, sagte Schulz.

Dort erwartet die HSG Hanau am kommenden Sonntag (17 Uhr, Main-Kinzig-Halle) eine sehr schwere Aufgabe. Dann gastiert die mit Top-Spielern gespickte Bundesligareserve des SC DHFK Leipzig in der Grimmstadt.

Foto: HSG Hanau

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