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Die Drittliga-Handballer aus der Grimmstadt besiegten den hessischen Oberligisten HSG Kleenheim-Langgöns vor 44 Zuschauern mit 30:25 (13:13). Während man den Spielern die lange Wettkampfpause anmerken konnte, überzeugte die HSG Hanau vor allem mit ihrem Hygienekonzept. Allerdings zeigt auch die Tatsache, dass Hanau und der Main-Kinzig-Kreis seit Montag aufgrund erhöhter Infektionszahlen einen verschärften Maßnahmenkatalog veröffentlicht haben, der auch den Wettkampfsport zunächst wieder beeinträchtigt, wie sensibel die Gesamtsituation weiterhin ist. Umso größere Bedeutung wurde diesem Hygienetest beigemessen.

Wie sehr dieses Thema schließlich den Vereinen derzeit auf der Seele brennt, zeigt die Tatsache, dass sich eigens der Hessische Rundfunk angekündigt hatte, um über die Umsetzung des Konzepts in seiner Sendung „heimspiel am Samstag“ zu berichten. Auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky überzeugte sich vor Ort über die Umsetzung des Hygienekonzepts. Dieser freute sich über diesen gelungenen Testlauf ganz besonders. „Das Hygienekonzept, das zwischen Verein und dem Hygieneteam der Stadt Hanau erstellt worden ist, ist nicht nur vorbildlich, sondern wird auch vorbildlich umgesetzt. Danke an die HSG Hanau für das tolle Miteinander, denn so wird Training und Wettkampfsport ermöglicht und das ist schließlich das, was wir alle wollen“, sagte Kaminsky. Sollte Wettkampfsport in Hanau also wieder erlaubt sein, wäre die HSG Hanau vorbereitet.

Bewusst hatten sich die HSG-Verantwortlichen für ihre Haupttrainingsstätte der Doorner Halle entschieden, um möglichst viele Erfahrungswerte sammeln zu können. In der kleinen Halle ist ein Hygienekonzept deutlich schwieriger umzusetzen als in der Main-Kinzig-Halle, in der sämtliche Heimspiele in der 3. Liga ausgetragen werden. Mit Hilfe der Next Generation Ticket-Agentur „ticket.io“ wurde ein digitales Ticketsystem getestet, das die Personalisierung der Zuschauerplätze sowie die gesamte Ticketabwicklung enorm vereinfachte. Die HSG-Partner Druckzelle und Sport Jung unterstützen den Testlauf ebenfalls tatkräftig. „44 Zuschauer sind natürlich sehr überschaubar. Aber das Hygienekonzept, das wir mit der Stadt erarbeitet haben, hat wunderbar funktioniert“, sagte HSG-Vorsitzender Uwe Just. Zu den Drittliga-Heimspielen in der größeren Main-Kinzig-Halle, hofft der Verein, vor deutlich mehr Zuschauern spielen zu können. Wie viele es letztlich sein werden, kann jetzt noch nicht gesagt werden und hängt sicherlich auch mit der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen in Hanau zusammen.

Vor der Hygienediskussion trat das Testspiel ein wenig in den Hintergrund. Die Hanauer taten sich gegen den engagierten Gast aus Kleenheim lange Zeit schwer. Am Ende reichte es gegen den klassentieferen Klub aus Hessen zu einem 30:25-Erfolg. Marc Strohl war mit zehn Toren der erfolgreichste Schütze der Gastgeber. Er verwandelte dabei acht von acht Siebenmetern.

Ebenfalls erfreulich war das Comeback von Jannik Ruppert, der wegen eines Kreuzbandrisses die gesamte Vorsaison pausieren musste. Ruppert zeigte vom Fleck weg eine starke Leistung und war mit vier Toren zweitbester Schütze ebenso wie Dennis Gerst und Marius Brüggemann. „Wir freuen uns alle, dass Jannik wieder zurück ist, er tut mit seinem Spiel und mit seiner Art der Mannschaft sehr gut“, sagte Trainer Oliver Lücke.

Ansonsten blieb spielerisch vieles noch Stückwerk. „Man hat gemerkt, dass wir einige Monate nicht mehr gespielt haben. Was wir gezeigt haben, war okay, mehr aber nicht. Vorne fehlen die Abläufe und der Zug zum Tor. Wir haben viele Fehlpässe gespielt. In der Abwehr haben wir zudem viel getestet. Ich denke wir brauchen noch vier, fünf Spiele, bis wir unsere wahre Leistung zeigen können“, sagte Lücke. Der Sportliche Leiter Reiner Kegelmann sah den Arbeitssieg gegen Kleenheim ebenfalls entspannt. „Die Trainingsgestaltung ist so angesetzt, dass zunächst die Fitness im Vordergrund stand. Und fit ist die Mannschaft, das hat man zum Ende des Spiels gemerkt.  Spielerisch haben wir noch Luft nach oben, doch daran wird in den kommenden Wochen gearbeitet. Von daher ist alles in Ordnung“, so Kegelmann. Unterdessen unternimmt die HSG Hanau alles, um Ihren Beitrag bei der Eindämmung der Pandemie zu leisten. In diesem Zusammenhang appellieren die HSG-Verantwortlichen noch einmal an alle Spieler, Betreuer, Eltern, Partner und Mitglieder, die Hygienevorschriften ernst zu nehmen. Nur so komme man der Normalität ein Stückchen näher. 

@Bild: HSG Hanau

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