Handball in Hanau! Die HSG Hanau empfängt nach einer rund siebenmonatigen Pause zum Auftakt der Saison 2020/21 in der 3. Liga Mitte den Traditionsklub TV Hochdorf. Anpfiff in der Main-Kinzig-Halle ist um 20.15 Uhr, Einlass ist bereits ab 18.45 Uhr.  Zwar steht die Spielzeit aufgrund der Corona-Pandemie unter besonderen Vorzeichen, doch die Vorfreude bei allen Beteiligten ist riesig.

353 Zuschauer sind zum Auftakt zugelassen. Tickets gibt es in dieser Saison ausschließlich über den Online-Shop der HSG Hanau unter https://www.hsghanau.de/tickets/index.php. Bis Dienstag 23.59 Uhr können sich zunächst alle Abo-Inhaber ihren Platz sichern. Ab Mittwoch 0.00 Uhr gibt es die Resttickets im freien Verkauf. Alle Infos zum Ticketing gibt es hier auf der Homepage der HSG Hanau unter www.hsghanau.de

 „Wir freuen uns wahnsinnig auf das Spiel gegen Hochdorf und sind extrem motiviert. Auch wenn die Halle nicht so voll sein wird wie früher, sind wir sicher, dass die Atmosphäre außergewöhnlich sein wird“, sagt HSG Trainer Oliver Lücke. „Wir wissen, wie viel Arbeit der gesamte Verein investiert hat und wie viele Menschen sich freiwillig engagieren, damit wir vor Zuschauern spielen dürfen. Auch für sie wollen wir am Freitag alles in die Waagschale werfen“, so der Coach weiter.

Am Freitag geht somit ein wahrer Vorbereitungs-Marathon zu Ende und gleichzeitig auch eine komische Zeit, in der zweitweise gar kein Handball-Training möglich war, zeitweise nur stark eingeschränktes Training. Zwischendurch war es für die Spieler unwahrscheinlich schwierig, den Fokus zu behalten, war doch der Saisonstart noch in so weiter Ferne. „Aber alle haben super mitgezogen und wir haben die Zeit genutzt, um die Jungs physisch in einen Top-Zustand zu bringen“, sagt Lücke. So konnten viele Defizite aus der Vorsaison aufgearbeitet werden. Ob Kraft, Schnelligkeit oder Ausdauer: Alle Spieler haben sich verbessert. Manche haben sogar einen gewaltigen Satz gemacht, wie beispielsweise Luca Braun, der gleich sieben Kilogramm Muskelmasse zulegen konnte.

„Hier hat unsere Mannschaft hinter der Mannschaft einen riesen Job erledigt“, bedankt sich Lücke bei Athletik-Coach Dominic Scholz, Physiotherapeutin Ann-Cathrin Oefner, Betreuer Thomas Gerst und Torwarttrainer Markus Breidenbach für den hohen Einsatz in den letzten Monaten. Spielerisch dagegen hat das Team noch Entwicklungspotential. Da es in Hanau zwischenzeitlich einen lokalen Lockdown gab und Testspiele untersagt waren, geriet die Vorbereitung etwas durcheinander. Einige Testbegegnungen fielen aus, andere kamen dadurch zum falschen Zeitpunkt. Den letzten spielerischen Feinschliff müssen sich die Lücke-Jungs also während der Saison holen. Aktuell sei die Fehlerquote noch zu hoch, sagt Lücke.

Dennoch sieht der Coach die HSG Hanau für die Saison gut gerüstet, die mit 34 Spielen eine echte Herausforderung darstellt. „Wir haben einen breiten Kader. Jede Position ist doppelt besetzt, ohne dass es zu einem Qualitätsabfall kommt. Dazu können wir auf die Jungs aus dem Oberliga-Team zurückgreifen ebenso wie auf unsere A-Jugend-Bundesliga-Spieler“, sagt Lücke. Ein Saisonziel will Lücke zunächst nicht nennen, dafür sind in der neu zusammengestellten Liga zu viele neue Teams dabei, die schwer einzuschätzen sind. Gegen den TV Hochdorf, der auf viele Jahre in der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga zurückblickt, und der das wohl beste Torwart-Duo der Liga mit nach Hanau bringt, kann Lücke aus dem Vollen schöpfen. Somit sind auch die drei Neuzugänge David Rivic, Jonas Ahrensmeier und Robin Marquardt mit von der Partie.

„David gibt immer Vollgas und ist motiviert bis in die Haarspitzen, Robin bringt spielerische Klasse mit, die uns guttut und Jonas ist in der Deckung ein Fels mit jeder Menge Durchschlagskraft nach vorne. Alle drei werden bei uns den nächsten Schritt machen“, freut sich Lücke über das Trio. Ein gefühlter Neuzugang ist auch Jannik Ruppert. Nach einjähriger Verletzungspause sprüht das Eigengewächs nur so vor Tatendrang. Nicht nur die Neuzugänge freuen sich am Freitag auf den Blauen Block. Die Fans der HSG Hanau haben die Main-Kinzig-Halle in der Vergangenheit stets in einen Hexenkessel verwandelt und man darf gespannt sein, wie die Stimmung nach der langen Pause sein wird. „Vor diesen Fans auflaufen zu dürfen, war für uns der größte Antrieb in der Vorbereitung. Ich bekomme jetzt schon Gänsehaut, wenn ich an Freitag denke“, sagt Kapitän Sebastian Schermuly.    

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