TV Gelnhausen: Verletzungssorgen vor Derby gegen Hanau

Foto: Roland Adrian

Handball
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Spitzenspiel und Lokalderby; Viel mehr geht nicht. Wenn der TV Gelnhausen als Tabellendritter in der 3. Handball-Liga Süd-West am Samstag (19.30 Uhr, Großsporthalle Gelnhausen) den Spitzenreiter HSG Hanau empfängt, dann halten die Handball-Fans in der Region den Atem an. Es ist schon eine Weile her, dass eine solch besondere Konstellation die Sport-Enthusiasten in ihren Bann gezogen hat. Eine proppenvolle Halle und stimmungsvolle Kulisse sind vorprogrammiert. Das junge TVG-Team wird dabei mit einem ganz besonderen Geist auf das Feld laufen.

Bereits bis Mittwochvormittag waren 600 Karten verkauft. Der TVG bietet weitere 386 Tickets im Vorverkauf im den Online-Ticketshop auf der Klub-Homepage an. 214 Karten werden für die Abendkasse geblockt, so dass auch am Spieltag noch an der Halle Tickets gekauft werden können. Hier gilt dann das Motto „first come, first served“. Die Abendkasse öffnet um 18 Uhr. Insgesamt hat die Großsporthalle ein Fassungsvermögen rund 1200 Plätzen.

Derzeit belegt Hanau mit 31:5 Punkten den Platz an der Sonne. Der TVG rangiert mit 24:10 Zählern auf Rang drei und hat noch ein Nachholspiel. Mit einem Sieg könnte der TV Gelnhausen den Kampf um den Einzug in die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga noch einmal spannend machen. „Die Jungs freuen sich riesig auf das Spiel vor so vielen Zuschauern und sind hochmotiviert“, gibt Trainer Matthias Geiger die Stimmungslage wieder.

Für seine junge Mannschaft steht also die nächste große Reifeprüfung bevor. Hanau strebt zum dritten Mal hintereinander den Einzug in die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga an und ist in dieser Saison in der Süd-West-Staffel das Maß aller Dinge. Im Umfeld wird längst offen über die 2. Bundesliga gesprochen, auch wenn Hannes Geist kürzlich versuchte, die Erwartungen zu dämpfen und sagte, dass man noch nicht reif dafür sei. Doch der Trainer und Geschäftsführer in Personalunion hat in den letzten Jahren nahezu im Alleingang aus einem normalen Drittligisten einen Aufstiegsaspiranten geformt.

Hanau geht folglich als klarer Favorit in dieses Spiel. „Sie stehen nicht umsonst ganz oben und machen das richtig gut. Sie haben eine wahnsinnig starke Abwehr im Verbund mit den Torhütern und sind bissig im Angriff“, weiß Geiger, dass auf seine Mannschaft Schwerstarbeit zukommen wird. Doch je größer bisher die Aufgaben waren, desto höher sind Yannik Mocken, Silas Altwein und Co. bisher über sich hinausgewachsen und haben längst eine kleine Handball-Euphorie in Gelnhausen entfacht. Die knappe 22:23-Niederlage aus dem Hinspiel, als man die Hanauer am Rande einer Niederlage hatte, macht zusätzlich Mut.

„Im Angriff müssen wir uns verbessern und mehr Zug zum Tor entwickeln, um durchschlagskräftiger zu werden. In der Abwehrarbeit wollen wir an das Nieder-Roden-Spiel anknüpfen und noch eine Schippe drauflegen“, sagt Geiger, der auch weiß, dass das Derby zum großen Teil auch im Kopf entschieden wird. „Wir müssen emotional auftreten, aber dürfen nicht überziehen.“

TV Gelnhausen ohne Sieben? Verletzungspech bei den Barbarossastädtern

Ein wichtiger Faktor dürfte am Samstagabend in der Hölle Süd einmal mehr das Publikum spielen. Die TVG-Fans sind für ihre leidenschaftliche Unterstützung bekannt. Sie haben in dieser Saison schon oftmals ihr gutes Gespür bewiesen, wann diese junge Mannschaft, die in jedem Spiel so aufopferungsvoll kämpft, Hilfe von außen braucht. Gegen Hanau dürfte dieser Support noch um einiges bedeutender werden.

Denn ausgerechnet vor dem Spiel der Spiele geht der TV Gelnhausen personell auf dem Zahnfleisch. Gleich sieben Spieler stehen nicht zur Verfügung oder drohen auszufallen. Die beiden Langzeitverletzten Henrik Müller und Michael Hemmer fehlen definitiv. Weiterhin dürfte für Jonathan Malolepszy, der sich seine langwierige Verletzung am Fersenbein im Hinspiel in Hanau zugezogen hatte, ein Einsatz ebenso zu früh kommen wie für den zuletzt angeschlagenen Felix Reinhardt.

Max Bechert hat nach langer Verletzungspause noch Trainingsrückstand. Ob Jannik Geisler nach seinem Zusammenprall mit einem Gegenspieler aus dem Nieder-Roden-Spiel rechtzeitig fit wird, steht ebenfalls noch in den Sternen. Philipp Schenk, der eigentlich wieder dazustoßen sollte, zog sich am vergangenen Wochenende einen Wadenbeinbruch zu. Für ihn ist die Saison gelaufen. Und doch wird er am Samstag auf andere Art und Weise dabei sein.

Die Anteilnahme der TVG-Familie war in den letzten Tagen riesig. Die Familie bedankte sich in einem Post auf den sozialen Netzwerken ausdrücklich für diese tolle Unterstützung. Und so will die TVG-Mannschaft auch für Schenk alles in die Waagschale schmeißen. „Wir spielen am Samstag für Philipp und werden uns zerreißen“, sagt Schenks Teamkollege Nils Bergau. Wenn dann noch der Support der TVG-Fans dazukommt, steht einem großen Handball-Abend nichts mehr im Wege. 


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