In der 3. Liga Süd-West steht die HSG Hanau vor einem wegweisenden Entscheidungsspiel gegen den Longericher SC Köln. Am Samstagabend (19:30 Uhr) wollen sich die Brüder-Grimm-Städter im Duell mit dem Tabellennachbarn erfolgreich durchsetzen und so die Qualifikation für die DHB-Pokal-Teilnahme in 2026/27 unter Dach und Fach bringen. Dabei treffen Kleemann, Schiefer & Co. in der Main-Kinzig-Halle allerdings auf einen unangenehmen Gegner, welcher die Blau-Weißen schon in der Vergangenheit extrem forderte.
„Longerich ist aus meiner Sicht eine der spiel- und angriffsstärksten Mannschaften der ganzen Liga und muss sich in der Staffel Süd-West dabei kaum hinter Ligaprimus Saarlouis verstecken“, wirft HSG-Cheftrainer Axel Spandau einen Blick auf den Gegner. „Das wird unsere Abwehr extrem fordern.“ Dabei stellen die Grimmstädter vor dem vorletzten Heimspiel der Saison selber die viertbeste Defensive der Staffel.
Dass Longerich ein dickes Brett für die Handballer aus der Grimmstadt werden dürfte, das stellte das LSC-Team von Trainer Christian Stark bereits im Hinspiel unter Beweis. In Köln erwischte Hanau keinen guten Tag, unterlag am Ende deutlich mit 23:34. Doch aus der großen Ernüchterung zogen die Blau-Weißen neue Stärke: In den darauffolgenden 16 Partien blieb die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim 15 Mal ungeschlagen, feierte zuletzt 11 Siege in Serie.
Am Wochenende wollen Müller, Böhm & Co. als Tabellendritter das Dutzend vollmachen und den Vorsprung auf den Vierten aus Köln auf fünf Punkte ausbauen. Ein Hanauer Sieg am 28. Spieltag würde somit auch die Entscheidung über die DHB-Pokal-Teilnahme im kommenden Jahr bedeuten. Zuvor muss aber wieder die Deckung der Hausherren sicher stehen, fordert auch Spandau.
„Der Angriff von Longerich wird uns doppelt und dreifach fordern“, meint Spandau. „Wir müssen hinten engagiert arbeiten, um das Tempo unseres Gegners in den Griff zu bekommen.“ Angeführt wird die 927-Tore-Offensive aus Nordrhein-Westfalen vom LSC-Spielmacher Lukas Martin Schulz, der hervorragend mit Jonas Kämper im Rückraum und Kreisläufer Malte Nolting zusammenarbeitet. Für die vielleicht entscheidenden Prozente bauen die Grimmstädter im Entscheidungsspiel daher auch auf die Unterstützung von den Rängen, vom Hanauer Blauen Block.
Während Kapitän Max Bergold wegen Knieproblemen weiterhin pausieren muss, könnte Abwehrchef Dziugas Jusys, der aus privaten Gründen zuletzt fehlte, am Samstagabend für die Hanauer auf die Platte zurückkehren. „Im vorletzten Heimspiel der Saison wollen wir noch einmal alles aus uns herausholen und an die guten 45 Minuten in Münster anknüpfen“, so Spandau. „Longerich wird uns bis zum Ende fordern, aber wir freuen uns darauf.“
Tickets für die Heimspiele der HSG Hanau gibt es online oder an der Vorverkaufsstelle im Service- und Ticketcenter der Hanau Marketing GmbH.

Wollen auch am Samstag wieder mit ihren Fans jubel: Die Handballer der HSG Hanau. Quelle: HSG Hanau
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