Serie gerissen: HSG Hanau unterliegt dem LSC Köln

Kaum ein Durchkommen für Dennis Gerst und die HSG Hanau in der zweiten Halbzeit gegen den Longericher SC Köln.

Handball

In der 3. Liga Süd-West hat die Serie der HSG Hanau ein Ende gefunden. Nach zuvor elf Siegen in Folgen unterlagen die Brüder-Grimm-Städter am Samstagabend zu Hause dem Longericher SC Köln mit 30:34 (15:14) und verpassten damit auch den Matchball zur vorzeitigen Qualifikation für den DHB-Pokal in der kommenden Saison. Im Duell zweier gleichwertiger Mannschaften reichte der HSG eine gute erste Halbzeit nicht zum Erfolg gegen die Gäste aus Nordrhein-Westfalen.

Thermo Sun

„Leider sind wir nach unserer Halbzeitführung direkt deutlich in Rückstand geraten, da wir vorne gute Chancen mit unserem dünnen Kader nicht verwertet bekommen. Köln hat das Spiel so unter dem Strich verdient nach Hause gebracht“, meinte HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach der Begegnung enttäuscht. „Wir müssen jetzt alles reinlegen, um die verbleibenden beiden Spiele zu gewinnen.“ In der Tabelle steht Hanau weiterhin einen Punkt vor den Kölnern. 

Mit großer Vorfreude war die Partie des 28. Spieltags erwartet worden, denn in der Hanauer Main-Kinzig-Halle trafen zwei absolute Top-Mannschaften der Staffel Süd-West aufeinander. Sowohl Hanau als Tabellendritter (11 Siege in Serie) als auch Köln auf Rang 4 (11 Partien ohne Niederlage) hatten zuletzt mit langen Serien auf sich aufmerksam gemacht. Dementsprechend selbstbewusst ging die HSG Hanau in die Begegnung, obwohl die Spandau-Sieben sowohl auf Kapitän Max Bergold, als auch auf Routinier Lukas Böhm (Schulterprobleme) verzichten musste. Dafür kehrte Abwehrchef Dziugas Jusys für die HSG auf die Platte zurück.

Frühe Führung und bitterer Ausfall von Kleemann

Mit ihrer Anfangsphase konnte die HSG Hanau zufrieden sein. Gegen einen nervösen Longericher SC Köln fanden die Grimmstädter souverän in die Begegnung, ließen in der Deckung wenig anbrennen und gingen durch einen Rückraumwurf von Cedric Schiefer in der 7. Minute mit 4:1 in Front. Allerdings dauerte es nicht lange, bis sich das LSC-Team von Trainer Christian Stark davon erholte und beim 5:5 (12.) durch Malte Nolting den Ausgleich herstellte.

Der Knackpunkt der ersten Halbzeit sollte aber nicht lange auf sich warten: Bei seinem Treffer zur 8:6-Führung (16.) wurde HSG-Mittelmann Jan-Eric Kleemann von Lukas Martin Schulz in der Luft gestoßen, das Schiedsrichterinnengespann entschied regelkonform auf glatt Rot für den LSC-Regisseur. Für Kleemann ging es danach nicht mehr weiter – Verdacht auf Gehirnerschütterung.

Spandau blieben im Rückraum so nur noch wenige Alternativen. Malte Just und Jan-Philipp Winkler kamen in die Begegnung, Letzterer stellte mit dem 14:10 (27.) sogar erstmals auf einen Vier-Tore-Vorsprung für die HSG. „Sicherlich haben uns die Spielintelligenz und die Klasse von Jan-Eric und Lukas heute auf dem Feld gefehlt, aber Dennis Gerst und Jan-Philipp haben das mindestens genauso gut gemacht“, meinte Cedric Schiefer nach Spielende. „Da sieht man, dass wir in der Breite gut aufgestellt sind.“ Doch noch vor der Pause kämpfte sich Köln wieder heran, die Partie blieb beim 15:14 völlig offen.

Köln dreht das Spiel mit Tempo und Konsequenz

Nach dem Seitenwechsel gelang es Hanau dann nicht mehr, an den Schwung der ersten Halbzeit anzuknüpfen. Stattdessen bissen sich Winkler, Schiefer & Co. immer wieder im Deckungsriegel der Gäste fest, die nun ihr gefährliches Konterspiel über die erste und zweite Welle aufzogen. „Das ist ihre große Qualität, das Umschalten und dass sie praktisch auf jedes Gegentor sofort wieder ein eigenes Tor draufzulegen“, so Spandau. „Das hat Köln sehr konsequent gemacht.“ Der LSC drehte das Spiel und lag beim 21:17 (39.) selbst mit vier Toren in Front.

Spandau nahm die Auszeit und fand die richtigen Worte, denn danach lief es bei den Brüder-Grimm-Städter besser: Winkler stellte mit seinem 23:24 (47.) den Anschluss wieder her. Zeitstrafen gegen Schröder, Winkler und Schiefer machten nach der 50. Minute den Bemühungen der HSG allerdings einen Strich durch die Rechnung. Beim 27:30 (55.) von Rivic war die Hoffnung auf den Punktgewinn noch zu spüren, gegen die offensive Hanauer Deckung sorgte Köln aber schnell für die Entscheidung. 

Auch Schiefer haderte nach dem Spiel mit der Chancenverwertung: „Sicherlich müssen wir uns heute vielleicht ein bisschen an der eigenen Nase packen, dass wir in manchen Punkten nicht konsequent genug waren und noch vor der Pause auf vielleicht drei oder vier Tore Abstand weggehen.“

Schon am kommenden Donnerstagabend (20:15 Uhr) steht für die HSG Hanau direkt das nächste Pflichtspiel an, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II bittet zum Hessenderby. Das letzte Auswärtsspiel der Blau-Weißen in 2025/26. 

Aufstellung HSG Hanau: Müller, Khan; Kleemann (4/3), Hein (2/1), Jusys, Just, Gerst (4), Böhm, Hauer, Schröder, Rivic (7), Winkler (7), Schiefer (4), Fulda (2).

Aufstellung Longericher SC Köln: Kull, Babic; Pyszora (4), Henrich (2), Richter (4), Gerfen (1), Bertenbreiter, Niehaus (8/3), Leitz (1), Schulz (1/1), Nolting (5), Kremp (1), Becker (3), Kämper (4).

Zeitstrafen: 10:6 Min. – Siebenmeter: 4/5:4/4. – Rote Karte: Schulz (16.). –  Zuschauer: 408. – Schiedsrichter: Katharina Heinz, Sonja Lenhardt.

niederhsglongeri az

Kaum ein Durchkommen für Dennis Gerst und die HSG Hanau in der zweiten Halbzeit gegen den Longericher SC Köln.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Thermo Sun
Harth & Schneider
Stadt Schlüchtern
VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Sturmius Dehm Brennholz GmbH

online werben

Höfler Fenster
Autohaus Koch
Autohaus Nix
CID

vogler banner

Evonik

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2